Home
http://www.faz.net/-gqi-q050
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Panne bei Bosch BMW ruft über 20.000 Autos zurück

02.02.2005 ·  Die durch defekte Bosch-Dieselpumpen verursachte Panne ist größer als zunächst vermutet: BMW muß allein in Deutschland etwa 6000 Fahrzeuge in die Werkstätten rufen. Der Schaden: ein zweistelliger Millionenbetrag.

Artikel Lesermeinungen (0)

Der Münchener Autobauer BMW wird wegen des Einbaus fehlerhafter Einspritzpumpen von Bosch weltweit rund 20.000 Dieselfahrzeuge zurückrufen.

Dabei gehe es um Automobile der Baureihen 3er, 5er und X5, sagte BMW-Entwicklungschef Burkhard Göschel am Mittwoch am Rande eines Kongresses in Stuttgart. Allein in Deutschland seien etwa 6000 Fahrzeuge betroffen. Damit ist das Ausmaß der von Bosch verursachten Panne größer als zunächst vom Konzern angenommen: Noch am Vortag hatte BMW erklärt, das defekte Teil sei lediglich etwa 13.000 Mal verbaut worden. Den Umfang der Rückrufaktion hatten die Münchener noch nicht beziffert. Die Zusammenarbeit mit Bosch stellt Göschel nicht in Frage.

Schaden: Zweistelliger Millionenbetrag

Von dem Qualitätsproblem bei Bosch sind auch Audi und Daimler-Chrysler betroffen. Göschel bekräftigte, BMW werde in der kommenden Woche wegen der fehlerhaften Diesel-Einspritzpumpen die Produktion im Werk Dingolfing für drei zusätzliche Tage stoppen. Am Rosenmontag und Faschingsdienstag sollte die Fertigung ohnehin ruhen. Zu den Kosten für den Rückruf äußerte er sich nicht, machte aber klar, die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Zulieferer sei dadurch nicht in Frage gestellt. Beide Firmen wollten an der Verbesserung der Qualität arbeiten. BMW denke derzeit nicht an Schadensersatzforderungen, sondern wolle zunächst das Problem lösen.

Branchenexperten schätzen, daß der durch Bosch verursachte Schaden bei den betroffenen Autobauern insgesamt ein Volumen im zweistelligen Millionen-Bereich hat. Bosch hatte am Dienstag erklärt, das Problem gelöst zu haben, und wollte seit Mittwoch die Diesel-Einspritzpumpen wieder produzieren.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 6 62

28.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.323,19 −0,26%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.376,76 −0,07%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2541 −0,26%
Rohöl Brent Crude 107,26 $ +0,38%
Gold 1.569,50 $ +0,06%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.