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Outsourcing im Hotel Ohne Zimmermädchen, Koch und Portier

 ·  Moderne Hotels sind zu anonymen Dienstleistern ohne festes Personal geworden. Im Hotel von heute ist jeder Mitarbeiter ersetzbar: Ganze Brigaden werden outgesourct. Und kein Gast kriegt es mit.

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alfred benz
alfred benz (alfred.b) - 20.04.2011 15:21 Uhr

@Michael Meier

Die flexible Auslagerung meiner Arbeitskraft hat dazu geführt, dass ich weniger als drei Stunden am Tag arbeite. Wenn mich jemand einstellen würde, wäre die Leistung erheblich höher.
Da mich aber niemand einstellen will, gibt es eben auch keine Leistung. Die deutsche Wirtschaft ist an Leistung nicht interessiert. Soll mir Recht sein.
Ich gehe jetzt die Sonne genießen. Deutschland kann mich mal.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 20.04.2011 14:26 Uhr

Gründe fürs Outsourcing....

....da daran immer der "Vermieter" verdient, ist Outsourcing die notwendige und logische Folge eines völlig unflexiblen, ressourcenbindenden und leistungsfeindlichen Arbeitsrechtes. Möge sich jeder Arbeitnehmer einmal fragen, ob er als Gründer das Risiko von angestellten Mitarbeitern mit eigenem Geld tragen würde.

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alfred benz
alfred benz (alfred.b) - 20.04.2011 13:06 Uhr

Die hässliche Fratze

des realexistierenden Kapitalismus.

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Tobias Borgert
Tobias Borgert (jtbo) - 20.04.2011 12:55 Uhr

Unbeschäftigt rumstehen

Das "nicht unbeschäftigt rumstehen" erinnert mich an meine Zeit als Zivildienstleistender in einem Krankenhaus. Zur Belohnung für organisierte, schnelle Arbeit wurde einem zusätzliche Arbeit aufgebrummt, damit man was zu tun hat. Was insgesamt stets dazu führte, dass motivierte Neuanfänger früher oder später eben mehr und mehr gebummelt haben. Besonders der Satz "Mach doch noch ..., dann musst Du das morgen nicht machen" ist mir im Gedächtnis geblieben - denn, o Wunder, Zeit gewann ich nie dadurch, Arbeiten des nächsten Tages bereits einen Tag früher zu erledigen.
.
Man kann von seinen Mitarbeitern in den Bewerbungsanzeigen stets "ausgezeichnetes Zeit- und Selbstmanagement" fordern und sie dann dafür bestrafen oder im schlimmsten Fall outsourcen wie in der Hotelbranche. Mal abgesehen davon, dass eine Identifikation mit dem eigenen Betrieb sicherlich gerade bei Hotels wichtig ist.

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Carl Nachtweih

"Zu hohe Löhne ruinieren die Idee Outsourcing."

Geht es also beim Outsourcing doch nur um Kosteneinsparung auf Kosten der Mitarbeiter.
Wurde die Idee des Outsourcing nicht immer damit beworben das Firmen sich auf ihr "Kern"geschäft reduzieren sollen weil andere Firmen diese "nicht Kern"tätigkeiten preiswerter erledigen können aber eben PRIMÄR weil sie effizienter arbeiten?
Wenn ein Einsparreffekt der Outsourcingfirma wirklich nur über die Lohndrückerei der outgesourcten Angestellten möglich ist dann sollte man dieses ganze Outsourcuing/Zeitarbeit gesetztlich so stark einschränken das es sich für ALLE (Hotels, etc) nicht mehr lohnt und die Konkurenz wieder über den Qualität, Service, Renomee, etc. funktioniert und nicht über die Ausbeutung der Arbeitnehmer.

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Carl Nachtweih

Dauerstress im Job -> GRUSELIG

"Und kein Haus kann es sich leisten, Mitarbeiter untätig herumstehen zu lassen, weil gerade keiner speist und nichts zu reinigen ist. Jeder muss ständig beschäftigt sein. "
Ein Job bei dem es nicht auch Ruhephasen gibt weil eben nicht so viel zu tun ist würde ich mir nicht freiwillig antun. Wann sollte ich z. B. diesen Artikel lesen und kommentieren?
Abends in meiner knappen Freizeit? Natürlich nicht! Die Produktivität steigt jedes Jahr an, da muß ein Teil auch für "Müßiggang" während der Arbeitszeit abfallen!

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Martin Bäuerle

Problematisch

Der vorgeblich als bezeichnend in den Beitrag einführende Lapsus hat mit Outsourcing nun gar nichts zu tun. Es gibt langjährige Mitarbeiter in vielen Betrieben aller möglicher Branchen, die vor lauter Arbeit das eigene Haus nicht kennen. Einem gut geschulten und gut eingeführtem Mitarbeiter passiert dies nicht, egal, ob er extern oder intern bezahlt wird. Überhaupt krankt die ganze Outsourcing-Diskussion daran, hier irgendwelche unsachlichen Kausalitäten zu imaginieren. Es kommt letztendlich auf die Arbeitskraft an und hier können sich Spezialisierte eben zusammenfinden. Man betrachte solche Dienstleister einfach einmal als freien Gewerkschaften ähnliche Zusammenschlüsse.

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Jahrgang 1978, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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