16.10.2004 · Die Schließung eines kompletten Opelwerkes sei nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen, sagt der Europa-Chef der Opel-Mutter General Motors, Fritz Henderson. Die Arbeiterstreiks in Bochum kritisiert er.
Der Europa-Chef der Opel-Mutter General Motors, Fritz Henderson, hat die Streiks im Opel-Werk Bochum kritisiert. „In diesem frühen Stadium der Verhandlungen helfen Streiks nicht“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Zugleich verteidigte der Spitzenmanager den geplanten massiven Abbau von Arbeitsplätzen: „Wir sind die Verluste leid.“ Weil 32.000 der 62.000 europäischen Beschäftigten in Deutschland arbeiteten, überrasche es nicht, daß „Opel in Deutschland die Hauptlast schultern muß“. Nach Angaben des Betriebsrats des Automobilherstellers sollen an Standorten im Inland 10.000 Stellen wegfallen.
Nach Hendersons Worten gibt es derzeit keine Planungen seitens des Unternehmens, ein Werk komplett zu schließen: „Das haben wir nicht vor.“ Auszuschließen sei ein solcher Schritt aber auch nicht. GM will bis 2006 jährlich 500 Millionen Euro Kosten einsparen.
Henderson fügte hinzu, bei Opel in Rüsselsheim und Bochum seien die Lohnkosten „einfach zu hoch“. Andererseits sei Opel „ohne deutsche Produktion nicht vorstellbar“.
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| FAZ-INDEX | 1.368,94 | −1,81% |
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| EUR/USD | 1,2395 | −0,75% |
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