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Tina Müller parkt um : Opel-Marketingchefin wechselt zu Douglas

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Opel-Marketingchefin Tina Müller Bild: Wolfgang Eilmes

Opel verliert mit Tina Müller eine wichtige Führungskraft. Die Marketingchefin polierte mit ihrer Kampagne das Image des Autoherstellers auf. Jetzt kehrt sie in den Beauty-Sektor zurück.

          Der Autohersteller Opel verliert innerhalb weniger Monate bereits die zweite Führungskraft. Nachdem der ehemalige Vorstandschef Karl-Thomas Neumann dem Unternehmen im Juni den Rücken gekehrt hat, verlässt mit Marketing-Chefin Tina Müller eine weitere Top-Führungskraft den vom französischen PSA -Konzern übernommenen Autohersteller. Die Erfinderin der Kampagne „Umparken im Kopf“ wird zum 1. November Chefin von Deutschlands größter Parfümeriekette Douglas. „Ihre Erfolgsbilanz ist beeindruckend, gerade auch im Hinblick auf die strategische Weiterentwicklung und Digitalisierung von bekannten Marken“, sagte Douglas-Aufsichtsratschef Henning Kreke einer Mitteilung vom Montag zufolge.

          Müller habe aus ihrer Zeit vor Opel die Erfahrung aus 20 Jahren im Beautysektor, betonte das Unternehmen. Ihr Aufsichtsratsmandat beim an Investoren verkauften Pharma-Hersteller Stada legte die Managerin zum Montag nieder. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Personalie berichtet.

          Die Marketing-Expertin war vor vier Jahren zu dem damals noch zu General Motors zählenden Autobauer gewechselt. Ihre Kampagne hatte maßgeblich das Image Opels verbessert. Gleichwohl war es dem Team um Vorstandschef Karl-Thomas Neumann nicht gelungen, in die Gewinnzone zurückzukehren. Auch die Marktanteile des einstmals erfolgreichsten deutschen Herstellers stagnierten zuletzt auf niedrigem Niveau.

          Mit dem Abgang der selbstbewussten Müller war bei Opel nach der Übernahme durch den PSA-Konzern intern gerechnet worden, zumal ihr die Kampagne hohe Anerkennung in der Marketing-Fachwelt eingebracht hatte. Vor ihrem Abstecher in die Autobranche hatte sie für den Konsumgüterhersteller Henkel gearbeitet. Bei Douglas wird sie Nachfolgerin von Isabelle Parize, die laut Unternehmen nun „neuen unternehmerischen Chancen“ nachgehen wolle.

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