http://www.faz.net/-gqe-95ott

Opel-Sanierung : Opel führt Kurzarbeit ein

  • Aktualisiert am

Opel führt sechs Monate Kurzarbeit in Rüsselsheim ein. Bild: BABANI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Besser weniger arbeiten als gar nicht: In dieser Woche soll im Opel-Werk in Rüsselsheim Kurzarbeit beginnen. Schafft es Opel durch die Sanierung wieder in die Gewinnzone?

          Noch in dieser Woche beginnt im Opel-Werk in Rüsselsheim eine voraussichtlich sechsmonatige Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit habe dies bewilligt, sagte ein Unternehmenssprecher. Geschäftsleitung und Betriebsrat hatten in Abstimmung mit der IG Metall die Kurzarbeit im Stammsitz des Unternehmens vereinbart. Betroffen sind sowohl die Produktentwicklung als auch Verwaltungsbereiche, hieß es.

          Die Bundesregierung hatte Kurzarbeit infolge der Finanzkrise eingeführt. Arbeitgeber können Kurzarbeit beantragen, wenn weniger Arbeit anfällt, zum Beispiel weil Aufträge entfallen. So arbeiten Angestellte über eine begrenzte Zeit weniger, werden aber nicht entlassen.

          Automatisiertes Fahren und Brennstoffzelle

          Die Kurzarbeit war bei Opel bereits im Dezember vereinbart worden, um das Arbeitsvolumen an den deutschen Standorten mit derzeit noch ungefähr 19.000 Mitarbeitern zu verringern. Dadurch sollen in dem vom französischen PSA-Konzern übernommenen Autohersteller Entlassungen vermieden werden.

          Kurzarbeit ist nicht die einzige Maßnahme: So kündigte Opel-Chef Michael Lohscheller im Dezember an, das Altersteilzeitprogramm bis auf den Geburtsjahrgang 1960 auszuweiten. Dabei wird die Arbeitszeit progressive verringert, um auf den Ruhestand vorzubereiten. Es gebe auch Vorruhestands-Regeln für Mitarbeiter, die 36 Monate vor dem frühestmöglichen Renteneintritt sind.

          Die Vereinbarung zwischen Management und Betriebsrat sieht zudem eine Verringerung der Zahl der Leiharbeiter in den Produktionswerken Rüsselsheim und Kaiserslautern vor.
          Nach der Übernahme durch den PSA-Konzern im August 2017 sind die Opel-Mitarbeiter in Deutschland bis Ende 2018 vor betriebsbedingten Entlassungen geschützt. Auch Werkschließungen sind zunächst nicht vorgesehen.

          Das Sanierungsprogramm „Pace“ soll den deutschen Automobilbauer wieder in die Gewinnzone bringen. Am Stammsitz in Rüsselsheim sollen sogenannte Kompetenzzentren für die gesamte PSA-Gruppe entstehen. Als erste Aufgabenfelder sind die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen.

          Weitere Themen

          Gipfeltreffen Trump und Putin Video-Seite öffnen

          Livestream : Gipfeltreffen Trump und Putin

          Während Vertreter einiger westlicher Länder befürchten, Trump könnte mit Putin Vereinbarungen treffen, die die westliche Allianz aufs Spiel setzen erklärte Trump er gehe mit niedrigen Erwartungen in das Treffen mit seinem russischen Kollegen.

          Topmeldungen

          Osteuropa und der Gipfel : Ohne uns über uns

          Trump und Putin allein in einem Raum mit einer unbekannten Tagesordnung – in Polen und der Ukraine weckt das Befürchtungen. Wird noch einmal von großen Mächten über sie gesprochen und entschieden?
          Hat laut Umfragen nur noch wenig Rückhalt in der Bevölkerung: Innenminister Horst Seehofer (CSU)

          Umfrage : Fast zwei Drittel wollen Rücktritt von Seehofer

          Die Mehrheit der Deutschen sieht Innenminister Seehofer laut einer Umfrage als einen „Störenfried“. Selbst die CSU-Anhänger wollen mehrheitlich den Rücktritt ihres Ministers.

          Kroatien nach WM-Finale : Das Ende einer Ära droht

          Stolz und tapfer nehmen die Kroaten ihre Final-Niederlage als gute Verlierer. Für Modric könnte die persönliche Krönung der WM noch bevorstehen. Dennoch kommen wohl unsichere Zeiten auf die Fußball-Nation zu.
          Konsum unter Regenbogen: Amazons Artwork zum Prime Day suggeriert eine heile Welt.

          Prime Day : Amazons Rabattschlacht geht wieder los

          Der Startschuss ist gefallen: Seit 12 Uhr bietet Amazon am jährlichen „Prime Day“ wieder zahlreiche Sonderangebote an. Eine Käufergruppe kann dabei besonders sparen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.