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Offshore Deutsche Firmen bauen britische Windparks mit

08.01.2010 ·  Nach britischen Angaben ist es das weltgrößte Meeres-Windkraftprojekt: 5000 Windräder sollen vor der Küste ins Meer gepflanzt werden. Nun ist klar: Auch etliche deutsche Konzerne haben sich Aufträge gesichert.

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Zahlreiche deutsche Konzerne können sich an der Entwicklung milliardenschwerer Windparks vor der britischen Nordseeküste beteiligen, mit denen bis 2020 ein Viertel des Energiebedarfs Großbritanniens gedeckt werden soll.

Die britische Liegenschaftsverwaltung nominierte am Freitag die Partnerkonsortien für das neun Windparks umfassende und nach britische Angaben weltgrößte Meeres-Windkraftprojekt, an denen RWE, Eon, Siemens und Hochtief beteiligt sind. Alle Parteien hätten exklusive Verträge zur Entwicklung der einzelnen Windparks geschlossen, teilte die Behörde mit.

5000 Windräder im Meer

Nach den Plänen von Premierminister Gordon Brown sollen bis zum Jahr 2020 gut 5000 Offshore-Windräder im Meer aufgestellt werden. Baubeginn könnte frühestens 2013 sein. Die Kosten werden insgesamt auf bis zu 110 Milliarden Euro geschätzt.

Mit den Windräder - die vom Meeresgrund mehr als 200 Meter Höhe messen - will Großbritannien eine energiepolitische Aufholjagd beginnen. Denn bisher zählt das Land, was erneuerbare Energien angeht, zu den Schlusslichtern in Europa. Bislang wurden nur gut 2 Prozent des Energiebedarfs durch Wasserkraft, Windenergie, Solartechnik und Biomasse gedeckt. Bis 2020 soll der Anteil dagegen auf 15 Prozent versiebenfacht werden

Eon baut im Ärmelkanal - RWE auf Doggerbank in Nordsee

Die Windparks vor den britischen Küsten sollen einmal über 30 Gigawatt Strom liefern - so viel wie zahlreiche Atomkraftwerke (siehe Traum von 5000 Windrädern vor der britischen Küste). Zum Vergleich: Zehn Gigawatt entsprechen ungefähr der siebenfachen Leistung des deutschen Meilers Brokdorf.

Eon erhielt die Baurechte für die Region vor dem südenglischen Hastings im Ärmelkanal. RWE Innogy bekam den Zuschlag für den Bristol Channel und das größte Projekt in der Doggerbank in der Nordsee. Das Projekt Hornsea an der östlichen Nordseeküste ging an ein Konsortium aus Siemens Project Ventures, Hochtief und Mainstream Renewable Power. Aus der Ausschreibung gingen unter anderem auch die Unternehmen Centrica, Vattenfall und Scottish Power erfolgreich
hervor.

Bisher ist die Windkraft auf See eine der teuersten Formen der erneuerbaren Energien.

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