Home
http://www.faz.net/-gqi-77v7g
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Obergrenze für Datentarife Telekom erwägt Drosselung des Datenvolumens im Festnetz

Immer mehr Menschen nutzen das Internet auch zum Fernsehen. Auf sie könnte eine unangenehme Überraschung zukommen: Die Telekom denkt darüber nach auch im Festnetz die Surf-Geschwindigkeit ab einer bestimmten Datenmenge zu drosseln.

© dpa Vergrößern Hochauflösende Youtube-Videos, Dateiensammlungen in der Cloud: Immer mehr Daten werden durch die Netze transportiert. Die Telekom erwägt nun eine Drosselung

Der Konzern verweist als Grund auf die sinkenden Preise, während viel Geld für den Netzausbau gebraucht werde. „Eine Lösung wäre tatsächlich, das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen zu begrenzen“, hieß es in einem Blogeintrag der Telekom am Freitag.

„Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er - wie im Mobilfunk auch - weitere Kapazitäten hinzubuchen“, erläuterte die Telekom. Der Vorteil daran wäre, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchten, argumentiert sie. Zugleich hieß es ausdrücklich: „Bisher gibt es keine neuen Tarife.“ Man werde informieren, wenn sich daran etwas ändere.

Inklusiv-Volumen von 75 Gigabyte

Der Podcast „Fanboys“ hatte unter Hinweis auf Informationen aus der Telekom berichtet, die Datenobergrenzen sollten wohl zum 2. Mai eingeführt werden. Demnach sei für „Call & Surf“-Tarife und auch das Multimedia-Angebot „Entertain“ mit DSL ein Inklusiv-Volumen von 75 Gigabyte vorgesehen. Im schnelleren VDSL-Netz erhöhe sich die Obergrenze auf 200 Gigabyte und bei Glasfaser-Anschlüssen auf 300 bzw. 400 Gigabyte. Danach werde die Geschwindigkeit - wie schon bei Mobilfunk-Tarifen - auf 384 Kilobit pro Sekunde gekappt.

Mehr zum Thema

Das Inklusiv-Volumen dürfte für die meisten Nutzer ausreichen. Wer jedoch über den Internet-Anschluss fernsieht oder Film-Dienste nutzt, könnte zumindest bei 75 Gigabyte relativ schnell an die Grenzen stoßen. Allerdings werden derzeit im Mobilfunk eigene Angebote der Telekom oder Services von Partnern wie der Musikdienst Spotify in einigen Tarifen nicht auf das Daten-Kontingent aufgerechnet.

Voraussichtlich kein Alleingang

Es ist davon auszugehen, dass die Telekom die Einführung von Daten-Obergrenzen nicht im Alleingang wagt. Auch andere Telekommunikations-Anbieter beschweren sich schon lange über die ihrer Meinung nach zu harte Regulierung, die Preise niedrig halte. Zugleich müssen nach ihrer Aussage in den kommenden Jahren dutzende Milliarden Euro in den Ausbau der Netze gesteckt werden.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Servicewüste Deutschland Immer Ärger mit der Telekom

Die Hotline ist ständig besetzt, der Techniker taucht nie auf, und die Wut wächst von Woche zu Woche: Dennis Kremer reicht es. Seine Beziehung mit der Telekom ist in die Brüche gegangen. Mehr Von Dennis Kremer

10.11.2014, 20:53 Uhr | Finanzen
Straßenverkehr Ökonomen schlagen Anti-Stau-Maut vor

Die Mautpläne von Verkehrsminister Alexander Dobrindt stoßen auch bei Wissenschaftlern auf Gegenwehr. In einem Gutachten, das der F.A.Z. vorliegt, plädieren Verkehrswissenschaftler stattdessen für eine Maut gegen Stau: Sie würde vollkommen anders aussehen. Mehr Von Philip Plickert

16.11.2014, 15:59 Uhr | Wirtschaft
Supersportmaschinen Jenseits der Schamgrenze

Rund 200 PS: Lange galt bezüglich der Höchstleistung von Motorrädern eine Schamgrenze. Jetzt wird sie auf breiter Front gerissen: mit kraftstrotzenden, elektronisch hochgerüsteten Supersportmaschinen. Mehr Von Ulf Böhringer und Walter Wille

10.11.2014, 10:17 Uhr | Technik-Motor
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.03.2013, 14:04 Uhr

Der Altmeister

Von Holger Steltzner

Die EZB will möglichst rasch Staatsanleihen von Euro-Krisenländern kaufen. Dass das etwas bringt, glauben weder Finanzexperten noch altgediente Notenbankpräsidenten. Mehr 22 45


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutsche fühlen sich für Unternehmerdasein nicht gerüstet

Nur 34 Prozent der Deutschen glauben, ihre Ausbildung habe ihnen die Fähigkeit vermittelt, ein eigenes Unternehmen zu führen. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden