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Nutzfahrzeuge MAN: Gebot für Scania noch in dieser Woche

13.11.2006 ·  Die offizielle Offerte, die MAN in diesen Tagen für Scania vorlegen wird, soll sich in den Konditionen nicht von dem im Oktober nachgebesserten Gebot unterscheiden: Umgerechnet 51,29 Euro bietet MAN demnach pro Aktie des schwedischen Konkurrenten.

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Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN will noch in dieser Woche sein offizielles Angebot für den schwedischen Konkurrenten Scania vorlegen. Der genaue Termin hänge von der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ab, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in München. Mit dem Votum der Bafin werde noch in dieser Woche gerechnet.

Gegenüber der im Oktober nachgebesserten Offerte sei keine Änderung der Konditionen geplant, sagte der MAN-Sprecher. Demnach bietet MAN 475 schwedische Kronen oder 51,29 Euro pro Scania-Papier und damit insgesamt rund 10,3 Milliarden Euro. Die Annahmefrist für die Offerte werde nach Vorstellung des offiziellen Angebotes beginnen und soll bis Mitte Dezember laufen. Die angestrebte Annahmequote soll wie bereits angekündigt bei 90 Prozent liegen.

Momentan drittgrößter Einzelaktionär

MAN hatte seine Offerte am 18. September vorgestellt und angekündigt, diese innerhalb von zwei Monaten zu konkretisieren. Als Termin war zuletzt Mitte November genannt worden. Inzwischen hat MAN bereits 14,54 Prozent der Stimmrechte und 11,63 Prozent des Kapitals an Scania übernommen und ist damit nun drittgrößter Einzelaktionär des schwedischen Konkurrenten. Die EU-Kommission will am 6. Dezember über die mögliche Fusion entscheiden.

Der größte Scania-Anteilseigner Volkswagen hatte im Oktober Zustimmung für die MAN-Offerte signalisiert. Der Wolfsburger Autobauer sei bereit, seine Scania-Papiere abzugeben, wenn MAN damit die Annahmequote von 90 Prozent erreichen würde. Volkswagen hält an Scania 34 Prozent der Stimmrechte und 18,7 Prozent des Kapitals. Daneben ist VW inzwischen auch mit rund 20 Prozent an MAN beteiligt.

Finanzaufsicht ermittelt noch bei den Wallenbergs

Scania selbst und dessen zweitgrößter Anteilseigner, die von der Familie Wallenberg kontrollierte Finanzholding Investor AB, lehnen die MAN-Offerte bisher ab. Investor bestätigte in der vergangenen Woche aber erstmals Gespräche mit MAN. Die Finanzholding hatte in der vergangenen Woche ihren Anteil an Scania auf 20,01 Prozent der Stimmrechte und elf Prozent des Kapitals erhöht.

Insgesamt kommt die Wallenberg-Gruppe inzwischen auf einen Anteil von 30,6 Prozent der Stimmrechte. Die Finanzaufsicht hatte daraufhin begonnen, eine Verletzung der Meldepflicht bei Übernahmen von mehr als 30 Prozent zu prüfen. Auslöser der Ermittlungen waren Spekulationen, Investor könnte sein Verhalten bei Scania mit verschiedenen Familienstiftungen der Wallenberg-Familie abgestimmt haben. Nach schwedischem Recht muß ein Anteilseigner, der die Schwelle von 30 Prozent überschreitet, allen Aktionären ein Pflichtangebot zur vollständigen Übernahme unterbreiten.

Die schwedische Finanzaufsicht will einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge diese Prüfung der Aktienzukäufe bis Mitte dieser Woche abschließen. Die Behörde sehe bisher keine Probleme bei der Transaktion, berichtet die Zeitung.

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