03.10.2006 · Börsianer haben das Gerücht in die Welt gesetzt, daß Scania und VW den Spieß umdrehen wollen und vorhaben, MAN ein Übernahmeangebot zu machen. Die MAN-Aktie legte daraufhin kräftig zu.
An der Börse kursieren Gerüchte über ein gemeinsames Gegengebot des schwedischen Nutzfahrzeugherstellers Scania und dessen Großaktionär Volkswagen für den Münchener Lkw-Hersteller MAN. Börsianer sagten, am Markt gebe es Spekulationen, daß Scania und VW gemeinsam 81 Euro je MAN-Aktie bieten könnten.
MAN hat nach eigenen Angaben jedoch kein Angebot erhalten. „Uns liegt nichts vor“, sagte ein MAN-Sprecher. Volkswagen und der zweite Scania-Großaktionär Investor wollten dazu nicht Stellung nehmen.
VW ist größter Aktionär
Die MAN-Aktie legte in Folge der Gerüchte zwischenzeitlich mehr als sieben Prozent auf 75,37 Euro zu und schloß am Dienstag mit 74 Euro knapp sechs Prozent fester. MAN bemüht sich mit einer 9,6 Milliarden Euro schweren Offerte um Scania, ist damit aber auf den Widerstand von VW gestoßen. VW-Chef Bernd Pischetsrieder würde eine Allianz des eigenen Nutzfahrzeug-Geschäfts in Südamerika mit MAN und Scania bevorzugen.
Die Wolfsburger sind mit 34 Prozent der Stimmrechte der größte Aktionär des schwedischen Unternehmens. Eine Gegenofferte von Scania für MAN hatte Pischetsrieder ausgeschlossen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.376,76 | −0,07% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2543 | −0,25% |
| Rohöl Brent Crude | 107,26 $ | +0,38% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
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