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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Nutzfahrzeuge Eine Dreier-Allianz für mehr Wachstum

04.10.2006 ·  Ein Bündnis zwischen VW, MAN und Scania wäre nicht nur auf der Kosten-, sondern auch auf der Erlösseite sinnvoll - da sind sich Experten einig. Die Dreier-Allianz könnte vor allem Märkte außerhalb Europas erobern. Noch steht der Zusammenschluß ganz am Anfang.

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Noch steht das Bündnis ganz am Anfang. Aber sollten MAN, Scania und Volkswagen am Ende tatsächlich zusammenfinden, könnten sie in der Nutzfahrzeugindustrie viel erreichen. Fachleute sind sich jedenfalls einig, daß die Zusammenarbeit der drei ungleichen Hersteller nicht nur auf der Kosten-, sondern auch auf der Erlösseite sinnvoll sein würde.

„VW ergänzt die ohnehin schon sinnvolle operative Verbindung von MAN und Scania um eine Wachstumskomponente“, sagt etwa Christoph Stürmer vom Prognoseinstitut Global Insight.

Kundenwünsche aus einer Hand erfüllen

Für ihn liegt der Reiz des Dreierbündnisses in der gemeinsamen Ausrichtung auf außereuropäische Wachstumsmärkte, die sich den eng auf Europa fixierten Lastwagenherstellern MAN und Scania allein nicht so leicht erschließen würden. Denn VW verfügt als einziger der drei Konzerne über ein globales Händlernetz. Das könnte VW für MAN und Scania in den Märkten Südamerikas und Asiens öffnen und umgekehrt könnten die leichten VW-Nutzfahrzeuge in Europa bei MAN- und Scania-Händlern verkauft werden.

Ein solches Vertriebsabkommen käme den Kundenwünschen entgegen: Gerade Speditionen und andere Großkunden kaufen gern aus einer Hand. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Mercer Management beeinflussen Servicequalität und Verfügbarkeit von Ersatzteilen die Kaufentscheidung für Lastwagen am stärksten.

VW-Trucks prädestiniert für Schwellenländer

Darüber hinaus ist VW mit den schweren Lastwagen der Constellation-Baureihe Marktführer in Lateinamerika. Das VW-Lastwagenwerk im brasilianischen Resende gilt in der Branche als vorbildlich, die dort produzierten Constellation-Trucks als prädestiniert für andere Schwellenländer wie China oder Indien. Nicht zuletzt verspricht das untere Preissegment, das außer von VW vorrangig von Neulingen wie Dongfeng und FAW aus China oder Tata und Ashok Leyland aus Indien besetzt wird, nach Ansicht von Fachleuten die größten Zuwachschancen. Etablierte Hersteller können sich das Segment aber nur durch Zukauf von lokalen Herstellern sowie Know-how-Transfer erschließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Managementberatung A.T. Kearney.

Die westliche Nutzfahrzeugindustrie steht heute vor der Herausforderung, die Wachstumsmärkte China und Indien zu erschließen und parallel die Position auf den reifen Märkten zu verteidigen. „VW ist für MAN und Scania ein wichtiger Partner, weil der Konzern über Erfahrung in diesen Märkten verfügt und mit der Constellation-Baureihe auch noch über das richtige Produkt“, sagt Götz Klink, Partner bei A.T. Kearney. „Außerdem ist ein solch großes Dreier-Gespann interessant für lokale Lastwagenhersteller.“

Allianzen sind im Trend

Größe ist auch vor dem Hintergrund künftiger Entwicklungskosten ein entscheidender Erfolgsfaktor. Strengere Abgasvorschriften in vielen Industrienationen zwingen die Lastwagenbauer zur Entwicklung emissionsärmerer Motoren. Weil die Stückzahlen gerade bei schweren Lastwagen erheblich niedriger sind als bei Personenwagen, sind die Hersteller eher bereit, Investitionen auf mehrere Schultern zu verteilen. Das ist auch ein Grund, warum die Konsolidierung in der Branche so weit vorangeschritten ist. Europas führende Nutzfahrzeugbauer treten mit Ausnahme von eben MAN und Scania längst nicht mehr allein auf: Marktführer Mercedes-Benz ist eingebettet in die weltgrößte Allianz von Daimler-Chrysler, Volvo und Renault sind ebenso eng miteinander verbunden wie Iveco und Fiat sowie DAF und Paccar.

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Fremder Leute Kinder

Von Heike Göbel

Eine Debatte, die das Land in Eltern und Kinderlose spaltet, braucht niemand. In der DDR konnten Paare staatliche Wohnungskredite durch Kinder abstottern. Das ist kein Vorbild für eine freiheitliche Gesellschaft. Mehr 2 12

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