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Nutzfahrzeuge Daimler feilscht mit Mitsubishi über Schadenersatz

21.01.2005 ·  Mitsubishi Motors verhandelt mit Daimler-Chrysler über die Zahlung von Schadenersatz an den deutschen Konzern. Es geht um vertuschte Qualitätsmängel bei der früheren Nutzfahrzeugsparte Mitsubishi Fuso.

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Der japanische Autohersteller Mitsubishi Motors will seinen im vergangenen Jahr ausgestiegenen Partner Daimler-Chrysler für Verluste entschädigen. Das teilte der angeschlagene Konzern am Freitag in Tokio in einer Erklärung mit. „Wir führen Gespräche über die Kompensation für Belastungen durch verdeckte Qualitätsmängel“, sagte ein Daimler-Sprecher in Stuttgart.

Der deutsche Hersteller hatte seine Partnerschaft mit Mitsubishi wegen eines Skandals in der Nutzfahrzeugsparte beendet: Trotz klarer Zusagen waren dort Rückrufaktionen auch nach dem Daimler-Chrysler-Einstieg 2000 systematisch vertuscht worden.

Der Mitsubishi-Erklärung zufolge steht die Höhe der Kompensation nicht fest. Eine konkrete Forderung von Daimler-Chrysler gebe es nicht. Mitsubishi dementierte einen Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“, daß es um einen Betrag zwischen 50 Milliarden Yen (374 Millionen Euro) und 80 Milliarden Yen (599 Millionen Euro) gehe. Der Stuttgarter Konzern wollte diese Zahlen nicht
kommentieren, die Verhandlungen verliefen in einer „konstruktiven Atmosphäre“.

Daimler-Chrysler hatte während seines Engagements große Geldsummen in das japanische Unternehmen gepumpt, das nun auch in den Vereinigten Staaten einen Absatzeinbruch hinnehmen mußte. In den vergangenen Jahren wurde ein Rettungsplan nach dem anderen für den Autohersteller verkündet; im kommenden Monat soll der nächste vorgelegt werden. Nach dem Ausstieg von Daimler-Chrysler hat die Mitsubishi-Gruppe, zu der eine Bank, eine Handelsfirma und ein Elektronik-Hersteller gehören, 500 Milliarden Yen (3,7 Milliarden Euro) in die Autosparte investiert. Die hat erklärt, zum Überleben noch mehr Geld zu benötigen.

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