29.06.2011 · Australien will von Januar an als erstes Land der Welt nur noch neutrale Zigarettenpackungen zulassen. Tabakkonzerne wie Philip Morris und British American Tobacco drohen mit Milliardenklagen.
Von Christoph HeinRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Dies Art von versuchen, die Freiheit Schritt fuer Schritt einzuschraenken wird
doch schon laenger von den Focusgruppen angewendet. Ich bin Nichtraucher und wuerde auch gerne in einer reinen Wumwelt laben. Aber ich habe viel maher Angst vor Einem Verbot nach dem anderen. Die suchen in der freien Welt die shwaechsten Stellen, an denen sie ansetzen koennen. Was die verbieten lassen koennen, ist denen unwichtig. Das Verbieten steht im Vordergrund, wie bei S21. Unsere noch junge Demokratie wird bald begraben werden. wir haben nichtmehr viel Zeit, wenn wir unsere FREIHEiT bewahren wollen!!! Und jeder von denen glaubt der Rest der Welt wird ihnen folgen. Dieser Glaube ist sogar nichtmal unberechtigt.
@Die Ausfuehrungen des Herrn Kuehlberger haben schon alles sehr RICHTIGE gesagt!!!
Es ist inkonsequent, einerseits die Tabakfirmen zwingen zu wollen, ihre Packungen im sozialistischen Einheitskarton zu verkaufen, diesen jedoch weiterhin zu legalisieren. Wenn die Regierungen der beteiligten Länder wirklich daran interessiert wären, die Gesundheit ihrer Bürger zu schützen, dann würden sie das Rauchen generell verbieten. So ist es scheinheilig.
Sicher, es steht jedem frei, sich die Gesundheit zu ruinieren - solange andere nicht davon betroffen sind. Aber leider atmen auch andere den Qualm ein, den Raucher verpaffen, und an dieser Stelle stört es dann auch mich.
Alles konsequent unter Umweltschutz-Gesichtspunkten betrachten ...
Rauchen außerhalb des eigenen (oder dazu bestimmten) Wohneigentums ist ein anti-kapitalistisches Umweltdelikt. Um die rechtliche Komplexität noch weiter zu reduzieren, muss man es wie jede andere illegitime Immission betrachten. ++ Fast alle Rechte, wenn sie "unverworren" sein sollen, lassen sich so auf das Recht auf Eigentum (auch am eigenen Körper) zurückführen. Es ist wirklich nicht so kompliziert, wie es gemacht wird.
Viele Maßnahmen waren lang überfällig. So zum Beispiel das Rauchverbot in öffentlichen Räumen, Büros usw.
Auch das auf jeder Schachtel auf die Gefahren hingewiesen werden muss, finde ich grundsätzlich richtig. Wenn man nun noch die verursachten Kosten im Gesundheitswesen auf die Tabaksteuer umlegt, müsste Rauchen noch etwa teurer werden. Aber irgendwo geht es dann doch zu weit. Wir sind doch freie Bürger und können selbst entscheiden, oder? Jeder weiß heutzutage das Rauchen und Trinken unter bestimmten Umständen schädlich ist. Es gibt eine klare Altersgrenze. Wozu also noch weitere Bevormundung? Und vor allem: wo führt das hin und wo hört es auf? In BW z.B. darf von 22:00 bbis 06:00 kein Alkohol mehr an Tankstellen verkauft werden. Argument: jugendliche Straftäter, zu Schandtaten animiert durch Alkoholkonsum. Ich finde es eine Frecheit! Genau diese Jugendlichen dürften allein schon aufgrund der bestehenden Gesetze keine Alkohol kaufen, egal zu welcher Uhrzeit. Weiterhin sollten die Eltern kontrollieren, wo sich ihre Kinder aufhalten und was sie tun. Aber nein, man verbietet den Verkauf von Alkohol generell und der Rest der Bevölkerung muss darunter leiden - ich finde das kann es einfach nicht sein!
Nur in Berlin ist die Raucherwelt in Ordnung
Überall Verbote, Einschränkungen, Diskriminieren der Raucher - nur in Berlin ist die stinkende Raucherwelt noch in Ordnung: Die Gaststätten- und Clubbetreiber ignorieren das Rauchverbot, richten gesetzeswidrig keine Raucherräume ein - und das Ordnungsamt schaut noch nicht einmal vorbei...
Eine weitere Spielwiese für Gutmenschen
auf der man sich mal so als Politiker so richtig autoben kann. Beifall ist gewiß, denn das Rauchen ist schädlich und teuer.
Da der dumme Bürger das nicht weiß, haben wir, Gott sei es gelobt, kluge EU-Fuzzis, die uns das erklären. Und da wir auch nicht lesen können, gibts Bilderchen.
Danke, was würden wir Dummies ohne euch nur machen, dumm sterben an Lungenkrebs vermutlich.
Alternativ könnte man sich in der EU auch mal darüber Gedanken machen, wie vermieden werden kann, dass die Bürger an vermeintlich so gesunden Dingen wie Sprossen & Co elendig verrecken. DAS wäre mal eine Aufgabe, die es anzugehen lohnt.
Liebe EU-Kraten, für Euch zum mitschreiben: 99,9 % der Bevölkerung weiss, das Rauchen schädlich ist, auch das Fett und Schoki usw usw usw ungesund sein kann, die Dosis macht das Gift.
Wir brauchen Euch dafür nicht, wir können selbstbestimmt unsere Gesundheit schützen oder aufs Spiel setzen.
Wir brauchen Schutz dort, wo wie die Gefahren nicht erkennen können. Kümmert Euch gefälligst darum, und nur darum
Lustig..die Freiheitsapologeten der Nikotinfraktion
Raucher sind eine meist asoziale Gruppe der Bevölkerung, die ohne Rücksicht auf eigene und fremde Gesundheitschäden ihrer Sucht frönen, den öffentlichen Raum wie Bahnhöfe, Innenstädte u.ä. zumüllen. Bei jedem kleinen Einschnitt in diese PSeudofreiheiten wird laut gejammert, siehe Rauchverbot Kneipen/Restaurants usw. Die Tabakkonzerne als Lehrbeispiele des praktizierten Lobbyismus sind sich nicht zu schade, ihre Drogen juristisch zu verteidigen ..als ob eine Heroinküche im goldenen Dreieck dies tun würde.
Und bei uns? Auf unserem Spielplatz sitzen die Raucher jetzt mit Zigarillos. An den Sitzgelegenheiten darf man durch ein Meer von Kippen waten. Dies ist Hessen - ebenso umwelt- wie kinderfreundlich.
Ebenso in Berlin. Wenn ich an einer Bushaltestelle stehe, ist bestenfalls Berlin unter meinen Füßen - meistens aber Kippen. Dies ist völlig selbstverständlich.
Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof? Selbstverständlich raucht auch hier jeder, die Kippe kommt dann gut sichtbar in den großen Mülleimer, also auf den Bahnsteig... Spricht man "Aufsichtspersonal" an, haben die jetzt natürlich "Keine Zeit!", denn: die telefonieren gerade - scheinbar spendiert die Deutsche Bahn ihren Mitarbeitenden Apple-iPhones, sonst kommt man ja noch auf die Idee, es könnte ein Privattelefonat sein.
Letztens im Umland von Düsseldorf, in der Schlange vor der Eisdiele: Selbstverständlich darf man hier rauchen und es stört ja auch niemanden, weil die Fenster weit offen stehen und es genügend "frische Luft" gibt. Wo nur?
Also bei uns ist alles in Ordnung: Ein einig Vaterland.
Rauchen ist halt nur eine Frage der Kultur. Und die soll auch gleich in der passenden Verpackung kommen.
"Die Australier beziffern ihren volkswirtschaftlichen Schaden durch das Rauchen auf knapp 32 Milliarden Dollar im Jahr. "
Falsch! Ungenau!
In Wirklichkeit, ich weiß das aus zuverlässigen Quellen, sind dies 28,7894637876 Mrd. Dollar.
Soviel Genauigkeit muß sein.
(National)Sozialismus im Gewande des ??? (Ja, was eigentlich?)
Was soll das?
In einer freiheitlichen Gesellschaft muß es jedermann möglich sein für sein Produkt / seine Dienstleistung / sein Anliegen zu werben wie es ihm gefällt. Das schließt ERGÄNZENDE Hinweise nicht aus (z.B. wie bei Lebensmitteln = Inhalts- und Nährwertangaben).
Was kommt als Nächstes?
Es gibt nach dieser Definition noch andere Dinge die volkswirtschaftlich schädlich sind: Straßenverkehr; also Einheitsautos (Trabant und Wartburg grüßen); Extrem- und Wintersport; Großveranstaltungen (Loveparade, Olympia, G8/20-Gipfel).
Wieso nicht konsequent sein?
Wenn die Gesellschaft rauchen nicht will muß sie es verbieten, wie bei anderen Dingen (Heroin, Kokain usw.). Und Subventionen für europäische Tabakbauern streichen. Ansconsten ist es nur ein Präsedenzfall für Ideologen im verein mit Bürokraten, die uns vorschreiben was wir essen, trinken und denken dürfen.
Früher, als Tabak wohl noch genau nur Genußmittel war, kamen die Zigaretten, soweit mir aus Kindheitserinnerungen meines Großvaters bekannt, in einer Großpackung, die als längliche Konservendose ausgeführt war. Das würde ich unter "neutraler Verpackung" verstehen.
.
Ansonsten macht mich jede Vorschrift traurig, die gutes Verpackungsdesign konterkariert, bei dem die Verpackung mit Mitteln, die sich in Worte nicht fassen ließen, den Inhalt passend kommuniziert. Dazu gehört in Umdrehung, daß der Inhalt einer u.a. "wertvoll" kommunizierenden Verpackung bewußter, vorsichtiger und sparsamer konsumiert wird, als der Inhalt einer Verpackung, die "billig" kommuniziert. Der abgebildete Verpackungsentwurf kommuniziert auf mich: billig.
.
Ein entsprechend nachlässiger Konsum mag im Sinne der Steuereinnahmen gewollt sein. Ob er der Prävention hilfreich ist?
.
Wer heutzutage im öffentlichen Café seinen individuellen Platz markieren will, klatscht dafür sein Handy auf den Tisch. Die Zigarettenpackung hat hierfür als "Statussymbol" sowieso längst ausgedient.
.
Als Nebeneffekt ergibt sich eine Umsetzung der verpflichtenden Antidiskriminierung: bestimmte Marken ordne ich stark abhängigen Rauchern mit hoher Frequenz zu.
Christoph Hein Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
Jüngste Beiträge
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |