Home
http://www.faz.net/-gqi-13504
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Neues Betriebssystem Google entwickelt nicht allein

09.07.2009 ·  Gerade erst hat Google ein eigenes Betriebssystem für Computer angekündigt. Nun gibt der Konzern bekannt, dass bei der Entwicklung mit anderen namhaften Unternehmen kooperiert wird. Dazu zählen etwa Hewlett-Packard, Acer und Toshiba.

Von Stephan Finsterbusch
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (3)

Google wird sein angekündigtes Betriebssystem Chrome-OS mit vier großen Computerherstellern und einer Reihe namhafter Chipfabrikanten entwickeln. Dazu zählen Hewlett-Packard, Acer, Asus und Lenovo auf der Seite der Computerindustrie. Seitens der Chiphersteller wurden bislang Freescale, Texas Instruments, Qualcom und Toshiba für eine Kooperation gewonnen. Weitere Partner könnten in den kommenden Wochen folgen.

Das neue System soll dem Softwareriesen Microsoft Marktanteile abjagen. Die Software aus dem Hause Google wird den Angaben zufolge auf sogenannten x86- und auf Arm-Prozessoren laufen, die faktisch das Rechenhirn eines jedes Computers sind.

Die Basis für das neue Programm bildet ein grundlegender Betriebssystemkern von Linux, den sogenannten Linux-Kernel. Zunächst ist Chrome OS für preiswerte internetfähige Netbooks gedacht, das System könnte aber auch auf anderer Hardware laufen. In beiden Fällen soll das zugrunde liegende Betriebssystem nur in Grundzügen auf dem Computer sein.

Große Teile würden durch eine Internetverbindung quasi automatisch aus dem Netz geholt. Das hat den Vorteil, dass das Programm sehr schnell startet. Der Nachteil ist, das ohne Internetverbindung kaum ein Nutzerprogramm angewandt werden kann. Google erklärte, die Entwicklung von Chrome-OS sei ein Open-Source-Projekt und werde unentgeltlich über das Internet erhältlich sein.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 6 77

28.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.323,19 −0,26%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.376,76 −0,07%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2527 −0,11%
Rohöl Brent Crude 107,03 $ −0,21%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.