http://www.faz.net/-gqe-77535
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 22.02.2013, 13:01 Uhr

Neuer Plan Commerzbank will weniger Stellen streichen als gedacht

Die Commerzbank will in ihren Filialen weniger Stellen abbauen als geplant. Es soll jetzt um 1800 Stellen bis zum Ende des Jahres 2015 gehen.

von
© dapd

Der Vorstand der Commerzbank hat nach vier Wochen Verhandlung mit den Arbeitnehmervertretern über der Abbau von 4000 bis 6000 Vollzeitstellen erste Zugeständnisse gemacht. In den Filialen plant der Vorstand laut einer am Freitag veröffentlichten „Grundsatzerklärung“ eine Kürzung bis Jahresende 2015 um 1800 Stellen; zuvor war von 3400 Stellen die Rede gewesen. Bisher arbeiten bei der Commerzbank 12.900 Mitarbeiter in 1200 Filialen.

Hanno Mußler Folgen:

Allerdings behält sich der Vorstand vor, Ende 2014 mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche über „notwendige weitergehende Maßnahmen“ aufzunehmen, falls sich Wachstumserwartungen abermals als zu optimistisch erweisen sollten.

Nicht mehr 6000 Stellen in Gefahr

Eine Sprecherin der Bank bestätigte auf Nachfrage, dass zunächst nicht mehr 6000 Vollzeitstellen im Konzern in Gefahr seien. Neues Abbauziel sei vielmehr das untere Ende der zuvor genannten Spanne von 4000 bis 6000 Vollzeitstellen. Allerdings schließt die Bank betriebsbedingte Kündigungen weiterhin nicht aus. Sie seien aber vermeidbar, wenn die Bank schon bis Jahresende 2013 ein Drittel des Stellenabbaus im Filialgeschäft verwirklichen könne, heißt es vom Vorstand.

Es wird aber für die Bank nicht einfach, in den Filialen 600 Stellen frei zu bekommen. Denn die Commerzbank hat seit der Fusion mit der Dresdner Bank im Jahr 2009 schon 9000 Stellen abgebaut, die üblichen Instrumente wie Fluktuation und Altersteilzeit sind schon weitgehend ausgereizt.

Mehr zum Thema

Damals wurde mit den Arbeitnehmervertretern ein Kündigungsschutz bis Ende 2013 vereinbart. Darum wird die Commerzbank versuchen müssen, das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern zu fördern. Eine Banksprecherin wollte sich am Freitag nicht dazu äußern, ob es standardisierte Programme für das Ausscheiden von Mitarbeitern mit vergleichsweise großzügigen Abfindungsmodalitäten geben werde.

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Online-Banking Mit dem Herzschlag ins Bankkonto

Sicher ist Sicher: Ob Fingerabdruck, Iris-Scan oder Pulsmessung – der Erfindergeist bei neuen Login-Methoden ins Online-Banking scheint unbegrenzt. Will der Kunde das? Mehr Von Tim Kanning

26.08.2016, 09:15 Uhr | Finanzen
Guatemala Vulkan Santa Maria ausgebrochen

Der Vulkan Santa Maria ist kürzlich ausgebrochen. Dabei konnte beobachtet werden, wie eine rund 4000 Meter hohe Aschewolke in den Himmel stieg. Nun sind Videoaufnahmen des Ausbruchs veröffentlicht worden. Mehr

26.08.2016, 16:09 Uhr | Gesellschaft
Präsident der Weltbank Jim Yong Kim kandidiert für zweite Amtszeit

Jim Yong Kim ist seit zwei Jahren Präsident der Weltbank. Das möchte der Amerikaner auch bleiben. Doch intern ist der studierte Arzt umstritten. Die Rede ist von einer Führungskrise. Mehr

24.08.2016, 03:56 Uhr | Wirtschaft
Irak Sicherheitskräfte stellen Jungen mit Sprengstoffgürtel

Kurdische Sicherheitskräfte haben in der irakischen Stadt Kirkuk einem Jungen einen Sprenggürtel abgenommen, bevor er diesen zur Explosion bringen konnte. Fotos zeigen, wie die Männer den weißen Gürtel abnehmen. Mehr

22.08.2016, 15:11 Uhr | Politik
Gegenbewegung Amerikaner lieben Bankfilialen

Während die Deutschen ihren Banken misstrauen und lieber über das Internet alles selbst erledigen wollen, legen amerikanische Kunden Wert auf Beratung in ihrer Nähe. Mehr

25.08.2016, 17:27 Uhr | Finanzen

Apples Scheindebakel

Von Jonas Jansen

Das bislang als so sicher geltende iPhone-Betriebssystem wurde kompromittiert – und das gleich dreifach. Eine Riesenschlappe für Apple? So einfach ist es nicht! Mehr 1 7

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden