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Neuer Plan : Commerzbank will weniger Stellen streichen als gedacht

Bild: dapd

Die Commerzbank will in ihren Filialen weniger Stellen abbauen als geplant. Es soll jetzt um 1800 Stellen bis zum Ende des Jahres 2015 gehen.

          Der Vorstand der Commerzbank hat nach vier Wochen Verhandlung mit den Arbeitnehmervertretern über der Abbau von 4000 bis 6000 Vollzeitstellen erste Zugeständnisse gemacht. In den Filialen plant der Vorstand laut einer am Freitag veröffentlichten „Grundsatzerklärung“ eine Kürzung bis Jahresende 2015 um 1800 Stellen; zuvor war von 3400 Stellen die Rede gewesen. Bisher arbeiten bei der Commerzbank 12.900 Mitarbeiter in 1200 Filialen.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Allerdings behält sich der Vorstand vor, Ende 2014 mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche über „notwendige weitergehende Maßnahmen“ aufzunehmen, falls sich Wachstumserwartungen abermals als zu optimistisch erweisen sollten.

          Nicht mehr 6000 Stellen in Gefahr

          Eine Sprecherin der Bank bestätigte auf Nachfrage, dass zunächst nicht mehr 6000 Vollzeitstellen im Konzern in Gefahr seien. Neues Abbauziel sei vielmehr das untere Ende der zuvor genannten Spanne von 4000 bis 6000 Vollzeitstellen. Allerdings schließt die Bank betriebsbedingte Kündigungen weiterhin nicht aus. Sie seien aber vermeidbar, wenn die Bank schon bis Jahresende 2013 ein Drittel des Stellenabbaus im Filialgeschäft verwirklichen könne, heißt es vom Vorstand.

          Es wird aber für die Bank nicht einfach, in den Filialen 600 Stellen frei zu bekommen. Denn die Commerzbank hat seit der Fusion mit der Dresdner Bank im Jahr 2009 schon 9000 Stellen abgebaut, die üblichen Instrumente wie Fluktuation und Altersteilzeit sind schon weitgehend ausgereizt.

          Damals wurde mit den Arbeitnehmervertretern ein Kündigungsschutz bis Ende 2013 vereinbart. Darum wird die Commerzbank versuchen müssen, das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern zu fördern. Eine Banksprecherin wollte sich am Freitag nicht dazu äußern, ob es standardisierte Programme für das Ausscheiden von Mitarbeitern mit vergleichsweise großzügigen Abfindungsmodalitäten geben werde.

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