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Neue Forderung Bauern wollen auch mehr Geld fürs Fleisch

31.07.2007 ·  Kaum ist der Milchpreisanstieg in aller Munde, meldet sich schon der Bauernverband mit der nächsten Forderung: Bauernpräsident Sonnleitner verlangte nun höhere Erzeugerpreise für Fleisch. Gleichzeitig verteidigte er den Preissprung bei Milchprodukten.

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Der Präsident des Bauernverbandes Gerd Sonnleitner hat den Preissprung bei Milchprodukten verteidigt und höhere Erzeugerpreise auch für Fleisch gefordert.

„Nur weil nach 20 Jahren Butter wieder den alten Preis hat, macht man einen Aufstand in Deutschland“, sagte Sonnleitner am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Verbraucher seien über viele Jahre durch billige Milchprodukte verwöhnt gewesen. Die Preiserhöhung von bis zu 50 Prozent sei auf ein Produkt aufgeschlagen worden, das vorher zu Dumpingpreisen verkauft worden sei, die die Kosten nicht gedeckt hätten. Für Schweine und Rinder bekämen die Bauern derzeit zu wenig.

„Das wäre nicht zu Lasten des Verbrauchers“

Der Bauernpräsident rechnet nicht mit einer Belastung für die Verbraucher, falls die Fleischpreise für die Erzeuger steigen würden. „Das wäre dann nicht zu Lasten des Verbrauchers“, sagte Sonnleitner. „Bei der Milch waren die Spannen extrem gering vom Bauern bis zum Verbraucher, bei Schweinen und bei Rindern ist die Spanne relativ hoch.“

Daran wollten auch die Bauern teilhaben. „Dort sind auch die Kosten bei uns stark gestiegen“, sagte Sonnleitner. Bisher seien aber die Verbraucherpreise für Fleisch etwas gestiegen, während die Auszahlungspreise für die Bauern leicht zurückgegangen seien.

Kritik zurückgewiesen

Sonnleitner wies die Kritik auch der Bundesregierung an dem Preisanstieg bei Milchprodukten zurück. „Jetzt, da der Weltmarkt leer gefegt ist, weil überall die Nachfrage steigt, bekommt Butter wieder den realen Preis“, sagte Sonnleitner. „Dadurch war auch die Steigerung höher.“ Der Preiskampf habe sich in den vergangenen Jahren auf Butter konzentriert. Die Preisspanne liege nach Informationen des Bauernverbands zwischen 81 Cent und 1,19 Euro.

Er betonte, die Getreidepreise seien „schon langsam am Zenit“. „Für die Bauern ist der Preis zwar gut, aber dadurch, dass der Ertrag nicht stimmt, können wir von dem guten Preis nicht direkt partizipieren.“

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