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Neue Auto-Chefs Kostendrücker und Visionäre

14.09.2005 ·  Auf der IAA präsentieren die großen Autokonzene nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Chefs. Einige basteln an waghalsigen Expansionsplänen, andere an Stellenstreichungen. Ein FAZ.NET-Spezial.

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Die Autohersteller präsentieren 80 Weltpremieren auf der IAA. Und damit sind nur die neuen Automodelle gemeint. Viele Firmen zeigen zudem neue Chefs. Mit Spannung werden die Messeauftritte der neuen Konzernlenker aus Deutschland und dem Ausland erwartet. Unter anderem deshalb, weil manche von ihnen schon in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen sorgten.

Wolfgang Bernhard etwa, der neue Markenmanager von Volkswagen, sorgt mit seinem Plan für Furore, 10.000 Arbeitsplätze zu streichen, um die Gewinne des Konzerns zu steigern. Auch wenn er deshalb in den Augen der IG-Metall „ein Mann des Wilden Westens“ ist, könnte er auf der IAA noch einer wesentlich schrofferen Persönlichkeit über den Weg laufen.

Beeindruckende Vehemenz

Carlos Ghosen trägt die Spitznamen „Eisbrecher“ und „Le Cost-Killer“. Von einem amerikanischen Magazin wurde ihm einmal attestiert, er besäße die „Subtilität einer Kettensäge“. Der Mann wurde von Renault nach Japan entsandt, um dort bei Nissan die Kosten zu senken. Dies tat er mit so beeindruckender Vehemenz, daß ihm dies die Führungsposition in beiden Unternehmen einbrachte - und seine Spitznamen.

Auch Katsuaki Watanabe kann Kostensenkungserfolge in Japan vorweisen. Der Toyota-Veteran hat sich an die Spitze des Unternehmens gekämpft und will es zum weltgrößten Autobauer machen. Auf der IAA hätte der Mann Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Jürgen Schrempp, dem ehemaligen „Architekten der Welt AG“. Ob der sich dort nach neuen Arbeitgebern umschaut, die Geschicke seines Nachfolgers Zetsche verfolgt oder schlicht die neue S-Klasse bewundert, ist unklar. „Herr Schrempp nimmt mehrere Termine wahr“, teilte ein Konzernsprecher mit.

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