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Neue Abschreibungen belasten IKB-Aktie sackt abermals ab

20.03.2008 ·  Schon Anfang der Woche war aus informierten Kreisen verlautet, dass bei der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB „der Dachstuhl brennt“. Das bestätigt sich nun: Die IKB muss wegen zusätzlicher Abschreibungen abermals von der KfW gestützt werden. Der Aktienkurs brach deutlich ein.

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Die Verluste der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB weiten sich aus. Das teilte das Düsseldorfer Institut am Donnerstag mit. Die Aktie wurde auf der elektronischen Handelsplattform Xetra zunächst vom Handel ausgesetzt. Nach der Wiederaufnahme des Handels mit dem Papier am Mittag sackte der Kurs binnen weniger Minuten um fast 14 Prozent ab, erholte sich dann aber wieder etwas.

Der geplante Verkauf eines milliardenschweren Pakets von strukturierten Wertpapieren sei vorübergehend ausgesetzt worden, teilte die Bank weiter mit. Die Bank habe die Auktion wegen des schwachen Marktes zunächst unterbrochen, halte an den Verkaufsplänen aber fest. Infolge der negativen Entwicklung an den Finanzmärkten geht die IKB beim Verkauf des risikoreichen Teils ihres Bestandes von zusätzlichen Verlusten in Höhe von rund 450 Millionen Euro aus.

KfW springt abermals ein

Für ein als sicherer eingestuftes Paket erwartet die IKB weitere Bewertungsverluste von 140 Millionen Euro. Der größte Anteilseigner, die staatseigene KfW, gewährleistet deswegen der IKB eine Kapitalverstärkung von 450 Millionen Euro. Infolge der zusätzlichen Verluste durch die Neubewertung erwartet der Vorstand einen Konzernverlust für das Geschäftsjahr 2007/08 in der Größenordnung von 800 Millionen Euro statt 550 Millionen Euro.

Schon Anfang der Woche war durchgesickert, dass die IKB abermals für Unruhe sorgen würde. Wie die F.A.Z. damals berichtet hatte, war kurzfristig der neue Präsidialausschuss des Verwaltungsrates der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW, die Hauptaktionär der IKB ist und den größten Teil des milliardenschweren Rettungspakets trägt, zusammengerufen worden. Während das Treffen offiziell als „konstituierende Sitzung des Präsidialausschusses dargestellt wurde, in dem der Präsidialausschuss sich ein Bild über die geschäftliche Lage der IKB und den laufenden Verkaufsprozess gemacht hat“, hieß es von eingeweihter Seite, „der Dachstuhl brennt“ (siehe dazu auch: Gerüchte über neue Finanzlöcher belasten IKB).

Schwierige Käufersuche

Die IKB-Großaktionärin KfW will ihren 43-prozentigen Anteil an der Mittelstandsbank verkaufen und lässt derzeit Interessenten in die Bücher schauen. Dabei soll das Kerngeschäft losgelöst von dem riskanten Wertpapierportfolio verkauft werden. Ein KFW-Sprecher betonte indes, dass der Verkaufsprozess planmäßig weiterlaufe.

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Von Heike Göbel

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