Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH steht nach Einschätzung der hessischen Landesregierung derzeit nicht vor der Insolvenz. Voraussetzung sei aber, dass sich die wirtschaftliche Struktur der Gesellschaft durch den Verkauf von Grundstücken und die Ausgliederung der Infrastruktur verbessere. Dies sagte Verkehrs-Staatssekretär Steffen Saebisch (FDP) am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss des Landtags in Wiesbaden.
Er verteidigte zugleich das von Hessen in die GmbH entsandte Aufsichtsratsmitglied Jochen Riebel. Der CDU-Politiker und ehemalige hessische Minister habe genau diese Position zum Ausdruck gebracht.
Scharfe Rüge aus Mainz
Riebel hatte kürzlich gesagt, dem im Hunsrück gelegenen Flughafen werde im Frühjahr 2013 das Eigenkapital ausgehen. Daraufhin war er von der Geschäftsführung des Airports sowie der rot-grünen Landesregierung in Mainz scharf kritisiert worden. Der Flughafen gehört zu 82,5 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz und zu 17,5 Prozent Hessen.
Ziel der hessischen Landesbeteiligung am Hahn sei es, zusätzliche Perspektiven für den Luftverkehr im Rhein-Main-Gebiet zu sichern, sagte Saebisch. Er wies darauf hin, dass Hessen in der GmbH nach Ausscheiden des Mitgesellschafters Fraport nicht mehr für Betriebsverluste an dem Flughafen aufkommen müsse.
