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Nach Fernsehreportage Von der Leyen will Arbeitsbedingungen bei Amazon prüfen lassen

 ·  Nach der Fernsehreportage über Leiharbeit beim Online-Händler Amazon hat Arbeitsministerin von der Leyen Aufklärung über die Arbeitsbedingungen gefordert. Der Zeitarbeitsfirma droht die Arbeitsministerin mit Lizenzentzug.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (17)

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Anja Urbschat
Anja Urbschat (Anja_72) - 18.02.2013 10:02 Uhr

Amazon ist nur eine Begleiterscheinung des Fehlers im System

Die Politik hat sich bis jetzt, vermutlich in Folge mangelnder Kompetenz, noch nicht auf die veränderte Arbeitswelt eingestellt. Es ist wichtig, dass nun endlich fehlende Gesetze im Arbeits- und Steuerrecht angegangen werden. Amazon ist nur die Spitze des Eisbergs, dahinter steht ein fatales gesellschaftliches Problem.

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Klaus Hessenauer

die Kampflächlerin schlägt wieder zu...

statt dass sie für klare zweifelsfreie gesetzliche Regelungen sorgt um den deutschlandweiten Missbrauch von Leiharbeit zu unterbinden treibt sie flugs wieder eine populistische Sau durchs Dorf. Die Versuchdung hier billig Punkte zu machen ist halt zu groß.

Sacharbeit und konstruktive Politik offensichtlich nicht ihr Ding.

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Aegidius Schuster

Dann sind am Ende alle erstaunt...

Nachdem inzwischen der Preis wichtiger geworden ist als Qualität, nachdem Geiz geil sein soll wundern wir uns nun alle, dass es zu solchen Umständen führt. Dass Amazon, wie viel andere Konzerne, ihre Steuerlast auf ein Minimum reduziert und dadurch dem deutschenn Staat notwendige Ressourcen entzieht, die durch die zunehmend durch die selbe Unternehmung vom Markt gedrängt werden hat bisher kaum jemand gewundert oder gar gestört.
Hauptsache der Preis stimmt, fragt sich nur für wen?!

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Micha Balser

"Der Amazon-Subunternehmer bestätigte, Zimmerdurchsuchungen durchgeführt zu haben. Die Durchsuchung

seien zur „Dokumentation etwaiger Beschädigungen oder abhandengekommener Sachen“ im Einvernehmen mit dem Hotelbetreiber erfolgt + nicht rechtswidrig."

Der "Zimmer-Schutz" - erweckt Assoziationen zur Saal-Schutz-Truppe (SA) -
als Privatpolizei des Hotelbetreibers maßt sich in Polizei-AmtsAnmaßung an, nach Willkür
ohne Durchsuchungsbeschluss die dem PrivatGebrauch unterliegenden Zimmer unter
Verletzung der absolut geschützten PrivatSphäre zu "durchsuchen".

Als wäre die Anlage eine Unterkunft für rechtlose "untermenschliche" fremdländische Zwangsarbeiter - KZ like.

In der gnadenlosen Ausbeutung "befremdlicher" Arbeitskraft hat Deutschland ja beste
historische ExpertenErfahrung gesammelt in Bezug auf die durch Wachpersonal
kontrollierte Palette des Arbeitsplatzes bis in die Unterkunft.

Für solche menschenverachtende ArbeitskraftAusbeutung fehlt offenbar nach wie
vor in gewissen Kreisen jedes Unrechtsbewusstsein.

Das ist ne Sache auch für die STA

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Peter Schmitt

Sie hat recht

Eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen bei Amazon und der von Amazon beauftragten Firmen ist dringend notwendig. Dennoch, wichtiger und von vorgezogener Bedeutung sollte es sein zu überprüfen, wie es überhaupt legale Grundlagen geben kann, welche zu einer solchen Situation führen. Insofern ist von der Leyens Ansage in diesem Fall zwar berechtigt, jedoch nur oberflächlich, blanker Populismus - und das im Wahljahr.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 19:53 Uhr
Roland Müller

Sie hat recht

Ein wunderbares Thema um Wahlkampf und Stimmung zu machen. Da es sich um ein ausländisches Unternehmen handelt, braucht sie keine Widerreden zu fürchten. Wer will sich so eine Gelegenheit schon entgehen lassen, zu mal der brave Michel die Wurzeln allen Übels ohnehin nur im Ausland sucht. Nicht bei seinen wenig bis nicht durchdachten Entscheidungen an der Wahlurne.

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Werner Mayer

Es mag sein

das einiges nicht passt hier in Deutschland, bei vielen Sachen kann man leider nichts machen. Bei Amazon schon, Account kündigen.

Das habe ich getan und nun warte ich ab und bestell wo anders.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 20:29 Uhr
Thomas Krueger

@ Hr. Strauss

Wo anders bestellen ist aber nur eine halbherzige Lösung. Noch besser, wenn man es sich leisten kann und will, ist es beim stationären Handel zu kaufen. Schützt unsere Innenstädte und erhält mehr Arbeitsplätze als der Internethandel jemals bieten kann. Wenn man dem Glauben darf, was man so hört, dann ersetzt ein Lagerarbeiter ca. 12-15 Verkäufer. Das ganze dann auch noch zu einem geringeren Lohn.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 17.02.2013 18:15 Uhr

Herr Strauss, hab ich eben auch gemacht,

obwohl ich außer einigen gebrauchten Büchern nichts bei Amazon gekauft habe. Dabei ging mir das Porto von 3 Euro und die meist doch recht lange Lieferzeit auf den Keks. Ich bin nie auf die Idee gekommen, etwas anderes dort zu kaufen, die Preise waren nicht danach.

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Elisabeth Dreier

Zu durchsichtig dieses Ablenkungsmanöver! Was wird mit dem Euro, wie stellt man sich zur EU?

U. v. d. Leyen sollte sich nicht mit dem Thema beschäftigen. Diese Frau ist m. E. nach Lügenbaron W. Schäuble das schrecklichste Mitglied in der derzeitigen Regierung. Immer eine schnelle Antwort parat, aber noch kein Gesetz, keine Aufgabe hat sie zum Wohl der Menschen gelöst. Immer nur mehr Bürokratie und weiter als vorher vom versprochenen Ziel entfernt, eben nur Lächeln und heiße Luft.
Und das nun in jeder Nachrichtensendung von ARD diese Thema angesprochen wird zeigt die Verzweigung von Politik und dem öffentlich-rechtl. Rundfunk. Mit dieser Kampagne will die ARD ein Wahlkampfthema liefern um sich selbst zu rechtfertigen. Zeitarbeit, niedrig bezahlte Jobs, Arbeitslosigkeit sind wichtige Themen(Wie viel darf der Sozialstaat kosten), aber es stehen wichtigere Themen vorn an. Diese sind, wie viel verhält sich Deutschland künftig zum Euro, wie stellt man sich zur EU auf. Dies haben die Parteien zu beantworten.
Dazu fordere ich mehr direkte Demokratie und eine Änderung des Wahlrechts.

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Barbara Reichle

Amazon

Im Dezember wurde ich in der Münchner Nachttram Zeuge einer Unterhaltung zwischen zwei müden jungen Kellnern. Einer der beiden berichtete, er hätte den ganzen Abend den Deutschlandchef von Amazon und seine Mannschaft bedient und nachher keinen Cent Trinkgeld bekommen, bei einer Rechnung von über tausend Euro und "obwohl sie mit mir zufrieden waren"; niedergeschlagen und sehr glaubwürdig. Das passt nun leider zu diesem Report.

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Karl Rotte

Liebe Politiker/innen!

Noch etwas, worauf Sie ihre geschätzte Aufmerksamkeit richten können:
Das gesamte Leiharbeiterunwesen wird genutzt, um die Anstellung von Fachkräften bei Arbeitgebern zu vermeiden. Schauen Sie bitte das nächstemal, wenn ein Interessenverband (VDMA, VDI, Bitkom etc.) Ströme süßen Rotzes weint über den Fachkräftemangel, bitte bitte bei der Bundesagentur für Arbeit nach, wieviele Stellen echte Arbeitgeber ausschreiben, und wieviele Body-Leasing-Agenten, die Kunden haben, die für begrenzte Zeit unverbindlich und binnen Tagen kündbar Kulis anmieten wollen. Der im Artikel genannte Personaldienstleister ist nur einer unter vielen, und es gibt etliche weitere Kunden, die nichts von Festanstellungen halten.

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Alexander Rady

Aktionismus

Dieser unsägliche Aktionismus dieser unsäglichen Gutmenschen ist unangebracht und nervt. Vieles läuft falsch im Staate, aber Amazon ist sicherlich nicht das Hauptproblem. Aber wenn man (wie es die Medien tun) die großen Probleme ausblendet, dann hat man natürlich Zeit, sich um die Arbeiter bei Amazon, denen es sicherlich besser geht als manch anderen in Deutschland, zu kümmern. Deutschland, du bist nicht mehr mein Deutschland; die (Gut-)Menschen machen dich kaputt...

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 19:57 Uhr
Erich Jansen
Erich Jansen (Nonosus) - 17.02.2013 19:57 Uhr

Gute Idee

Sich engagieren ist gut! Ups...
Vielleicht sind Sie ja auch einer von diesen "Gutmenschen"!

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Elisabeth Dreier

Das Problem ist nur, dass U. v. d. Leyen bei solchen wieder neue Gesetze erlassen möchte.

Neue Gesetze ohne einmal nachzudenken bzw. über den Tellerrand zu schauen. Und diese Gesetze haben bisher noch nie den kleinen Arbeitnehmer, wie mir geholfen, sondern nur neue Ausgaben - sei es mehr Bürokratie(teils gingen an diese nicht einmal 200 Anträge ein) oder eben für nutzlose Institutionen,... geschaffen. Also was wahrlich nicht hilft sind Aktionen von U. v. d. Leyen. Und da hat A. Rady völlig recht. Und auswandern ist für mich keine Alternative. Aber sich gegen CDUSPDCSUGrüneFDP zu engagieren schon und das tue ich.

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Erich Jansen
Erich Jansen (Nonosus) - 17.02.2013 17:23 Uhr

Mal wieder die dämlichen "Gutmenschen"...

Was bitte ist eigentlich ein "Gutmensch". Oder anders gefragt: Wie nennt man dann die anderen. Gibt es "Bösmenschen" oder "Ist-mir-doch-alles-egal-Menschen"? Und wenn ja, sind Ihnen diese Zeitgenossen dann wirklich lieber?!?
Natürlich steckt hinter den politischen Ankündigungen jede Menge Aktionismus, selbstverständlich wird hier an Symptomen herumgedoktort, statt die eigentlichen Probleme anzugehen. Aber mir ist es immer noch lieber, es geschieht vor Ort ganz Konkretes, als mir ewig anzuhören: "Die globale Konjunktur ist schuld!", "Das lässt ich nur europaweit durchsetzen" oder "wir können doch ohnehin nichts ändern". Da ist mir der naive Optimismus Ihrer "Gutmenschen" noch lieber. Denn es trifft hier sicher keinen falschen und schon gar keinen Armen.
Wenn es Sie nervt, dass Menschen im Sinne christlicher Nächstenliebe Gutes tun wollen, dann wandern sie doch aus. Es findet sich sicher ein nettes islamisches Land, das mit derartiger Gefühlsduselei nichts am Hut hat.

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Elisabeth Dreier

Ich denke genauso.

Das Hauptproblem in Deutschland ist, dass die Bürger sich nicht mehr von der Politik vertreten fühlen. Man muss zwangsläufig denken das diese Bundestagsparteien sich nur für Südeuropa und eine kleine Klientel - die Finanzwirtschaft einsetzen. In Deutschland hat man ausufernde Zeitarbeit, in Südeuropa will man dies nicht einführen und leiht sich das dadurch fehlende Geld von Nordeuropa, ohne je daran zu denken es zurückzuzahlen. Und die deutschen Eurofanatiker, wie W. Schäuble, A. Merkel, die SPD, die Grünen wollen dies nicht wahrhaben bzw. stören sich nicht an diesem Missverhältnis. Hier geht der Sozialstaat kaputt, aber wir finanzieren unsere Nachbarn. Mit der schlechten Reportage über Amazon will man nur ablenken.

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Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr 27 13

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