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Nach der großen Rückrufaktion Defekte Ölschläuche bescheren Toyota neuen Ärger

02.03.2010 ·  Toyota kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach dem Rückruf von mehr als 8,5 Millionen Autos gibt es nun weitere Probleme - diesmal mit defekten Ölschläuchen. Doch auch Konkurrent GM ist mittlerweile von Rückrufen gebeutelt. Hier gibt es Probleme mit der Servolenkung mehrerer Fahrzeuge.

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Der Autohersteller Toyota kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach dem Rückruf von mehr als 8,5 Millionen Autos wegen ungewollter Beschleunigung und Bremsproblemen erklärte der japanische Autobauer am Dienstag in Tokio, er repariere oder ersetze an 1,3 Millionen Autos in Nordamerika „freiwillig“ einen Ölschlauch. Dies sei keine weitere Rückrufaktion, betonte eine Sprecherin des Unternehmens. „Es ist vielmehr eine Service-Kampagne.“

Eine Rückrufaktion sei nur dann notwendig, wenn die Sicherheit der Fahrer in Gefahr wäre. Dies sei aber nicht der Fall, sagte die Sprecherin. Durch den defekten Ölschlauch könne es höchstens zu ungewöhnlichen Motorgeräuschen oder ein Aufleuchten der Öldruck-Anzeige kommen.

Pannenserie führte bislang nicht zu Umsatzeinbrüchen

Die Nachricht kommt zur Unzeit, hätte Toyota doch eigentlich Positives zu vermelden: Denn die Pannenserie und die Rückrufaktionen haben auf den asiatischen Märkten bislang nicht zu den befürchteten Umsatzeinbrüchen für das japanische Automobilunternehmen geführt. Im Gegenteil: Auf dem japanischen Heimatmarkt verkaufte Toyota im Februar 146.145 Autos. Das sind 47,9 Prozent mehr als im Februar 2009. Die Nachfrage nach der Luxuslimousine Lexus hat sich von 994 im Februar 2009 auf 3373 Fahrzeuge in diesem Februar sogar verdreifacht.

Video: Toyota-Chef stellt sich Kongress

In China, das seit dem vergangenen Jahr noch vor den Vereinigten Staaten der größte Automarkt der Welt ist, steigerte Toyota seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 35 Prozent auf 45.400 Fahrzeuge. Ein Sprecher des Unternehmens wies darauf hin, dass ein Großteil der im Februar in Japan ausgelieferten Autos noch vor den Rückrufaktionen bestellt worden sei. Wie weit sich die Pannenserie im Verkauf niederschlage, lasse sich daher erst im April oder Mai endgültig feststellen. Ein Vertreter der japanischen Autohändlervereinigung, die die Zahlen am Montag in Tokio veröffentlichte, sagte, er erwarte, dass Toyota in Japan auch in den kommenden Monaten nicht allzu große Einbußen hinnehmen muss.

Auch Konkurrent GM ruft Autos in Amerika zurück

Von Rückrufen gebeutelt ist zudem momentan nicht nur Toyota. Auch Konkurrent General Motors wird in Nordamerika 1,3 Millionen Autos der Marken Chevrolet und Pontiac in die Werkstätten rufen. Grund für den Rückruf seien Probleme mit der Servolenkung in dem Chevrolet-Kompaktwagen Cobalt und mehreren Pontiac-Modellen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, teilte GM nach Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg mit. Eine entsprechende Mitteilung sei an die amerikanischen Behörden gegangen. An einer Behebung des Fehlers werde gearbeitet. Die betroffenen Autobesitzer würden informiert, sobald die Planungen abgeschlossen seien.

In den Fahrzeugen müsse ein Elektromotor der Servolenkung ausgetauscht werden. Bislang wurden mehr als 1100 Fälle bekannt, in denen die Lenkunterstützung in den betroffenen Modellen ausgefallen war. Wie GM mitteilte, werden 14 Unfälle mit dem Defekt in Zusammenhang gebracht, bei denen ein Mensch verletzt wurde. Durch den Ausfall der Servolenkung würden die Autos zwar lenkbar bleiben. Allerdings werde die Steuerung vor allem bei geringer Geschwindigkeit erheblich erschwert. Die amerikanische Behörde für Verkehrssicherheit (NHTSA) hatte bereits Anfang Februar mitgeteilt, die Fälle zu untersuchen.

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Von Heike Göbel

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