25.09.2008 · Mitten im heftigen Lufthansastreik im vergangenen August, nutzte Verdi-Chef Bsirske einen Freiflug erster Klasse, der ihm zustand, weil er bei dem Unternehmen im Aufsichtsrat sitzt. Der Aufschrei war riesig. Jetzt zieht die Lufthansa die Konsequenz und schafft das Privileg ab.
Die Deutsche Lufthansa schafft Freiflüge für ihre Aufsichtsratsmitglieder ab. Auf Anregung des Gremiumsvorsitzenden Jürgen Weber habe der Aufsichtsrat entschieden, die Satzung entsprechend zu ändern.
Die Änderung soll mit der nächsten Hauptversammlung im April 2009 beschlossen werden. Bis dahin gilt eine freiwillige Regelung, nach der die Aufsichtsräte der Fluggesellschaft fortan auf Freiflüge verzichten wollen. „Die Regelung wird abgeschafft. Sie ist nicht mehr zeitgemäß“, bestätigte ein Lufthansa-Sprecher auf Anfrage.
Auslöser Bsirske
Deputatregelungen gebe es in Dax-Unternehmen nicht mehr, daher verzichte der Aufsichtsrat im Zuge der Selbstverpflichtung von sofort an auf ihm bislang zustehende (und zu versteuernde) Freiflüge.
Auslöser ist vor allem der Freiflug des stellvertretenden Lufthansa-Aufsichtsratschefs und Vorsitzenden der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske. Er war Anfang August mitten in der durch Streiks bei der Lufthansa begleiteten Tarifrunde erster Klasse in den Urlaub geflogen. Das vermeintlich 10.000 Euro teure Ticket wolle er bezahlen, hatte er nach öffentlichem Aufschrei hinterher zugesagt.
Bsirskes Freiflug
Armin Quentmeier (thiotrix)
- 25.09.2008, 23:32 Uhr
Ohne Worte
Thomas Spaniel (Echnaton1970)
- 26.09.2008, 02:53 Uhr
Das 'Privileg', welches nie ein solches war,
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 27.09.2008, 04:02 Uhr
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