04.02.2010 · Der britische Musikkonzern braucht nach einem Milliardenverlust dringend frisches Kapital von seinem Eigentümer. Doch die Beteiligungsgesellschaft Terra Firma steckt sebst in Schwierigkeiten. Für EMI wird es eng: Wirtschaftsprüfer haben „erhebliche Zweifel“ am Fortbestand des Unternehmens.
Der britische Musikkonzern EMI braucht nach einem Milliardenverlust dringend frisches Kapital von seinem Eigentümer, der Beteiligungsgesellschaft Terra Firma. Wie dramatisch die Finanzlage des viertgrößten Tonträgerunternehmens der Welt ist, zeigt der am Donnerstagabend veröffentlichte Bericht für das Geschäftsjahr 2008/2009 (31. März).
Demnach hat EMI einen Nettoverlust von 1,57 (Vorjahr 0,41) Milliarden Pfund erlitten. Hauptgrund dafür waren Abschreibungen auf den Katalog des Tonträger- und Verlagsgeschäfts von EMI in Höhe von 1,04 Milliarden Pfund. Der Musikkonzern, der unter anderem die Erfolgsband Coldplay unter Vertrag hat, war zum Bilanzstichtag mit 408 Millionen Pfund überschuldet. Es gebe deshalb „erhebliche Zweifel“ am Fortbestand des Unternehmens (Going Concern), warnt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in ihrem Testat.
Der EMI-Eigentümer Terra Firma ist selbst in finanzielle Bedrängnis geraten. Einerseits muss der Finanzinvestor EMI voraussichtlich eine Finanzspritze in dreistelliger Millionenhöhe geben, um die Kontrolle über das Unternehmen nicht an die Gläubigerbank Citigroup zu verlieren. Andererseits muss Terra Firma das Geld selbst erst bei seinen eigenen Geldgebern beschaffen, und ob diese weitere Mittel für EMI zur Verfügung stellen, ist unklar.
| Name | Kurs | Prozent |
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| FAZ-INDEX | 1.373,01 | −1,52% |
| Dow Jones | 12.452,60 | −1,02% |
| EUR/USD | 1,2400 | −0,70% |
| Rohöl Brent Crude | 103,95 $ | −2,71% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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