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Moskau Razzia bei der Deutschen Bank

02.02.2011 ·  Die Deutsche Bank ist im Zusammenhang mit Betrugsermittlungen gegen einen russischen Geschäftsmann ins Visier der dortigen Ermittler geraten. Am Mittwoch wurden die Geschäftsräume des größten deutschen Geldhauses in Moskau durchsucht.

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Die Moskauer Niederlassung der Deutschen Bank ist am Mittwoch von russischen Ermittlern durchsucht worden. Im Zusammenhang mit Betrugsermittlungen gegen einen russischen Geschäftsmann ist die Bank ins Visier der dortigen Ermittler geraten. Die Razzia stehe im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen beim Wiederaufbau des berühmten „Hotel Moskau“, teilten die Behörden mit.

Der Aktienhandel der Deutschen Bank sei durch die Durchsuchung bislang nicht gestört, sagte ein Mitarbeiter, der nicht genannt werden wollte. Die Polizei habe allerdings gegen Mittag in dem Stockwerk neben den Aufzügen Stellung bezogen. Bei dem Wiederaufbau des Hotels aus der Stalin-Ära sollen rund umgerechnet 63 Millionen Euro aus den dafür vorgesehenen Mitteln veruntreut worden sein. Nach Angaben des Sprechers der nationalen Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, richten sich die Ermittlungen gegen den Geschäftsmann Vitali Gogochija, einen Referenten des Duma-Abgeordneten Aschot Jegiasarjan. Der Parlamentarier wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Er soll unter anderem illegale Firmenübernahmen organisiert haben.

Die Bank brachten die Ermittler allerdings nicht mit den Betrugsvorwürfen in Verbindung. Laut einer Pressemitteilung von 2007 hatte die Deutsche Bank 600 Millionen Dollar zur Finanzierung des Wiederaufbauprojektes beigesteuert. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte die Razzia zunächst nicht kommentieren.

Russische Banken sind recht häufig Ziel von Razzien und einer Durchsuchung schwer bewaffneter Polizeieinheiten, selbst in Fällen, wo nur ihre Kunden unter Verdachte stehen und überprüft werden. Seit der langjährige Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow im Herbst von seinem Amt enthoben wurde, werden zahlreiche Projekte in der Stadt genau untersucht.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters und vwd
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