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Morgan Stanley Mehdorn wird Bank-Berater

 ·  Der frühere Bahn-Chef Hartmut Mehdorn heuert bei der Investmentbank Morgan Stanley als Berater an. Er soll die Bank vor allem bei Projekten in der Transportbranche unterstützen. Im April hatte Mehdorn wegen der Daten-Affäre zurücktreten müssen.

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Mit dem Börsengang der Bahn hat es im vergangenen Jahr nicht geklappt, weder für den damaligen Bahnchef Hartmut Mehdorn noch für die federführende Investmentbank Morgan Stanley. Für beide Seiten soll sich aber die alte Verbindung jetzt auszahlen: Mehdorn wird Berater bei Morgan Stanley.

Der 67 Jahre alte Manager soll die Bank im Hinblick auf Vorhaben in der Transportbranche unterstützen, vor allem in Asien und Amerika. Morgan Stanley erhofft sich von Mehdorn, der die Deutsche Bahn AG fast zehn Jahre lang führte, außerdem Hilfe in Sanierungsfällen.

Zu seinem neuen Arbeitgeber wird Mehdorn keinen weiten Weg haben: Schon seit längerem plant er einen Umzug nach Frankfurt, dem deutschen Hauptsitz von Morgan Stanley. Indes wird der Beraterposten nicht seine gesamte Aufmerksamkeit absorbieren. Zeit bleiben wird für die Fluggesellschaft Air Berlin, in deren Aufsichtsrat er seit kurzem sitzt. Mehdorn hatte die Bahnführung im April dieses Jahres wegen der Datenaffäre aufgegeben. Seit Mai ist der frühere Daimler-Manager Rüdiger Grube Bahnchef.

Zunächst hatte Mehdorn seinen ehemaligen Airbus-Assistenten Grube beraten, der jetzt aber seine Bahnen im Bahntower am Potsdamer Platz (der passenderweise gemietet ist von einem Morgan Stanley-Immobilienfonds) allein zieht. Den Börsengang hat der neue Bahnchef zwar nicht völlig abgehakt. Doch angesichts der Zahlen des Konzerns in der Krise und der Lage auf den Finanzmärkten ist daran wohl in nächster Zeit nicht zu denken. Mit einem Bahn-Börsengang wird es damit wohl für Mehdorn auch auf Seiten der Beraterbank vorerst nicht klappen.

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Jahrgang 1963, Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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