25.05.2009 · Im Februar hat Märklin Insolvenz angemeldet. Dennoch hat die Traditionsfirma gute Hoffnung auf einen weiteren Bestand. Laut Insolvenzverwalter zeigen sieben Investoren ernsthaftes Interesse, den Hersteller zu übernehmen.
Die Traditionsfirma Märklin hat trotz Insolvenz gute Hoffnung auf einen weiteren Bestand. Der Insolvenzverwalter Michael Pluta sieht gute Chancen für ein Überleben. Etwa sieben Investoren hätten ernstzunehmendes Interesse angemeldet, sagte er am Montag auf einer Gläubigerversammlung in Göppingen. Der Käufer müsse ein Finanzierungsvolumen von rund 100 Millionen Euro stemmen können.
Den Staat will der Insolvenzverwalter nicht um Hilfe bitten: „Wir brauchen die Politik nicht. Wir sollten unsere Probleme lieber mit Bordmitteln lösen.“ Sein Sanierungskonzept sieht vor, dass der Verlust in diesem Jahr auf annähernd Null reduziert werden soll. Für das Jahr 2010 peilt der Insolvenzverwalter bei dem Modellbahnhersteller einen Gewinn von 2,5 Millionen Euro an. Seit Februar wurden Pluta zufolge rund 370 von 1400 Arbeitsplätzen bei Märklin gestrichen. Die Zahl der Manager sei um mehr als die Hälfte gekürzt worden. „Wir führen die Firma so, dass wir nicht unter Zeitdruck kommen“, sagte Pluta.
Verkauf nach Sanierung geplant
Der Insolvenzverwalter plant, den Modellbahnhersteller nach einer erfolgreichen Sanierung zu verkaufen. Die entsprechenden Gespräche mit potenziellen Interessenten würden bereits laufen, sagte eine Sprecherin. Im Spätsommer könnten sie dann abgeschlossen sein. Einzelheiten zu den Interessenten wurden nicht bekannt. In Stammwerk im schwäbischen Göppingen und im ungarischen Werk in Györ wurden bereits Stellen abgebaut und der Standort in Nürnberg geschlossen.
Kritisch äußerte sich Pluta zu den Plänen von Märklin-Fans, mit zusammengelegtem Geld das Traditionsunternehmen zu übernehmen. „Das Risiko besteht darin, dass jeder Teilnehmer 25 Prozent seines eingezahlten Geldes verliert, wenn dieses Angebot nicht zum Zug kommt. Das sollte jeder Anleger genau bedenken.“ Brächten die Märklin-Fans die geforderten 100 Millionen Euro zusammen, werde mit ihnen jedoch wie mit jedem anderen Investor verhandelt, sagte Pluta.
Märklin hatte im Februar nach jahrelangen Schwierigkeiten Insolvenz anmelden müssen. Seitdem haben annähernd 600 Gläubiger ihre Forderungen über insgesamt rund 110 Millionen Euro eingereicht, wie der Insolvenzverwalter mitteilte.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |