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Mode Lahrs soll neuer Boss-Chef werden

13.05.2008 ·  Drei Monate wirtschaftete der Modekonzern Hugo Boss ohne Chef, nun wird der Posten wohl neu besetzt. Nach Informationen der F.A.Z. wird der Aufsichtsrat des Modekonzerns in dieser Woche Claus-Dietrich Lahrs zum Nachfolger von Bruno Sälzer küren.

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Drei Monate wirtschaftete der Modekonzern Hugo Boss nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Bruno Sälzer ohne Chef, nun wird der Posten wohl neu besetzt. Neuer Vorstandsvorsitzender soll Claus-Dietrich Lahrs werden, der schon Stationen bei Cartier für Europa und bei Louis Vuitton für den nordamerikanischen Markt absolviert hat, schließlich Vizepräsident von Dior wurde und für das renommierte Pariser Modeunternehmen den deutschen Markt betreute. Boss hat die Personalie zwar noch nicht bestätigt.

Nach Informationen der F.A.Z. wird jedoch der Aufsichtsrat des Modekonzerns in dieser Woche zusammentreten und Lahrs aller Voraussicht nach zum Nachfolger von Bruno Sälzer küren. Damit haben die Vorstände Hans Fluri, André Maeder und Joachim Reinhardt wieder einen Vorsitzenden; sie hatten die Geschicke des Metzinger Konzerns nach Sälzers Abschied zu dritt gelenkt.

Ungewöhnliche Karriere

Mit Lahrs bekommt Boss einen neuen Vorstandsvorsitzenden, der eine ungewöhnliche Karriere vorzuweisen hat. Nur wenigen Deutschen ist es bislang gelungen, an die Spitze der französischen Luxusgüterkonzerne vorzudringen, wo die Franzosen normalerweise unter sich bleiben und ausländische Manager eine Ausnahme sind. Dabei half es Lahrs wahrscheinlich, dass er nicht nur ausgezeichnet Französisch spricht, sondern auch immer Stilbewusstsein bewiesen hat: In der Öffentlichkeit trägt der athletische Lahrs die sehr schmal geschnittenen Anzüge von Hedi Slimane aus der Dior-Herrenkollektion.

Wenn er nach Metzingen kommt, wird er sich nicht nur modisch umstellen müssen: Sälzer hinterließ ein erfolgreiches und kerngesundes Unternehmen, viele Mitarbeiter sowie Kleinaktionäre trauern ihm hinterher. Lahrs wird sich hohen Erwartungen stellen müssen. Sälzer war im Februar wegen Unstimmigkeiten mit dem neuen Boss-Hauptaktionär, dem britischen Finanzinvestor Permira, zurückgetreten. In der Folge hatten der Eigner, dem über den italienischen Modekonzern Valentino 90 Prozent des Konzerns gehören, bei Boss eine Sonderdividende von 345 Millionen Euro durchgesetzt, durch die der Konzern die seine Schulden erhöhen musste.

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