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Mobilfunkmarkt Sprint bereitet Angebot für T-Mobile US vor

Aus dem amerikanischen Mobilfunkmarkt will die Deutsche Telekom aussteigen. Das könnte nun geschehen – wenn die Kartellbehörden mitspielen. Sprint bereitet angeblich ein Angebot zur Übernahme von T-Mobile US vor.

© AFP Die Telekom will den amerikanischen Mobilfunkmarkt verlassen

Der schon vor einigen Jahren angestrebte Ausstieg der Deutschen Telekom aus dem amerikanischen Mobilfunkmarkt könnte möglicherweise doch noch geschehen – wenn diesmal die Kartellbehörden mitspielen. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ bereitet der drittgrößte amerikanische Mobilfunkbetreiber Sprint Corp. ein Übernahmeangebot für die Telekom-Tochtergesellschaft T-Mobile US vor. Es wäre eine Großtransaktion, T-Mobile wird an der Börse mit rund 20 Milliarden Dollar bewertet. Der kurz vor Handelsschluss an der Wall Street veröffentlichte Bericht bescherte dem Aktienkurs von T-Mobile US noch einen Anstieg um 9 Prozent auf 27,64 Dollar.

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Der Zukauf würde den dritt- und den viertgrößten Anbieter auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt zusammenführen. Sprint hatte zuletzt rund 54 Millionen Kunden in den Vereinigten Staaten, T-Mobile kam auf 45 Millionen. Die beiden Marktführer Verizon und AT&T haben jeweils deutlich mehr als 100 Millionen Abonnenten.

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Die Deutsche Telekom hatte eigentlich vor mehr als zwei Jahren schon einmal den Verkauf ihres Amerika-Geschäfts an AT&T für 39 Milliarden Dollar vereinbart. Die Transaktion scheiterte aber am Widerstand der Kartellbehörden. Stattdessen verschmolz die Telekom ihre Tochtergesellschaft mit dem kleineren Wettbewerber Metro PCS, das kombinierte Unternehmen ist seit Mai dieses Jahres unter dem Namen T-Mobile US börsennotiert. Der Aktienkurs ist seit dem Börsengang um mehr als 65 Prozent gestiegen. Das Amerika-Geschäft der Deutschen Telekom hat sich nach jahrelangen Schwierigkeiten in jüngster Zeit wieder erholt und konnte zum ersten Mal wieder die Zahl seiner Vertragskunden steigern.

T-Mobile hat in diesem Jahr seine Gebührenstrukturen drastisch verändert und kommt damit bei den Verbrauchern offenbar gut an. So strich das Unternehmen im Frühjahr die Subventionen beim Verkauf seiner Geräte, zwingt die Kunden dafür aber nicht mehr in Zwei-Jahres-Verträge und wirbt insgesamt mit niedrigeren Tarifen. Außerdem kündigte T-Mobile US unlängst an, sogenannte Roaming-Gebühren für Auslandsgespräche abzuschaffen. Die Deutsche Telekom hält einen Mehrheitsanteil von 67 Prozent an T-Mobile.

Dem Bericht zufolge steht ein Angebot von Sprint für T-Mobile noch nicht unmittelbar bevor, sondern wäre für das erste Halbjahr 2014 geplant. Sprint habe sich auch noch nicht endgültig entschieden, eine Offerte zu machen. Obwohl Sprint und T-Mobile zusammen nicht so groß wären wie dies bei einem Zusammenschluss mit AT&T der Fall gewesen wäre, dürfte die kartellrechtliche Überprüfung auch in diesem Fall eine große Hürde darstellen. Sprint gehört seit Juli dieses Jahres mehrheitlich zum japanischen Softbank-Konzern.

Quelle: FAZ.NET

 
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