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Millionen-Investition SAP-Gründer Hopp setzt auf Biotechnologie

24.02.2006 ·  SAP-Gründer Dietmar Hopp ist über zwei zur Familie gehörende Investmentfirmen beim Biotechnologieunternehmen GPC Biotech eingestiegen. GPC Biotech erlöst Millionen, der Aktienkurs steigt.

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Der SAP-Gründer Dietmar Hopp steigt für 36,2 Millionen Euro bei GPC Biotech ein. Mit dem Geld sieht sich das Biotechunternehmen in einer besseren Position bei der geplanten Vermarktung seines Krebsmittels Satraplatin in den Vereinigten Staaten.

GPC Biotech habe 2,86 Millionen Aktien zum Preis von jeweils 12,67 Euro bei zwei Investmentunternehmen der Familie von Hopp privat platziert, teilte die Firma am Freitag in Martinsried bei München mit. Hopp hält damit 8,7 Prozent an dem auf 33 Millionen Euro erhöhten Grundkapital von GPC Biotech. Der Milliardär Hopp, der SAP Anfang der 1970er Jahre mit vier Kollegen gegründet hatte, investiert seit längerem in kleinere, junge Unternehmen.

„Die neuen Finanzmittel geben GPC Biotech zusätzliche Flexibilität bei den Überlegungen, selbst die führende Rolle bei der Vermarktung von Satraplatin in den USA zu übernehmen“, hieß es in einer GPC-Mitteilung. Das Medikament zur Behandlung von Prostatakrebs ist der größte Hoffnungsträger von GPC Biotech und soll dem Unternehmen jährliche Spitzenumsätze von 500 Millionen Dollar bringen. Derzeit ist das Mittel in der letzten Phase der klinischen Erprobung am Menschen. Den Zulassungsantrag in Amerika für Satraplatin will GPC bis zum zweiten Halbjahr 2006 eingereicht haben.

Die im Technologieindex TecDax notierte Aktie zog nach dem Handelsstart um sechs Prozent auf 13,83 Euro an. Am Donnerstag war sie mit 13,06 Euro aus dem Handel gegangen.

Hopp war seit dem Börsengang der SAP 1988 bis zum Jahr 1997 Vorstandsvorsitzender, danach bis 1998 gemeinsam mit Hasso Plattner Vorstandssprecher des Softwareunternehmens aus Walldorf bei Heidelberg. Im Anschluß wurde Hopp Vorsitzender des Aufsichtsrates, von 2003 bis 2005 saß er nur noch als einfaches Mitglied in dem Kontrollgremium.

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