Home
http://www.faz.net/-gqe-770kg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Millionen-Boni Deutsche Bank könnte im Libor-Skandal klagen

Im Skandal um Zinsmanipulationen will die Deutsche Bank nach einem Medienbericht möglicherweise per Klage Millionen-Boni von Händlern zurückholen. Doch Insider verweisen auf Hürden.

© AFP „Im Zuge unserer internen Untersuchung prüfen wir alle Optionen, um Maßnahmen gegen Personen zu ergreifen, wenn deren Fehlverhalten erwiesen ist“

Die Deutsche Bank will sich im Skandal um Zinsmanipulationen möglicherweise per Klage Millionen-Boni von Händlern zurückholen. „Im Zuge unserer internen Untersuchung prüfen wir alle Optionen, um Maßnahmen gegen Personen zu ergreifen, wenn deren Fehlverhalten erwiesen ist. Dazu können auch rechtliche Schritte gehören“, sagte ein Sprecher des Konzerns am Montag in Frankfurt.

Im „Handelsblatt“ (Montag) verweisen Insider auf mögliche Hürden: Die Verträge der betroffenen Händler seien „absolut marktüblich“ gewesen. Die Bank habe das an Boni eingefroren, was sie mit arbeitsrechtlichen Mitteln einbehalten konnte.

Mehr zum Thema

Die Spitze des Eisbergs ist nach Informationen mehrerer Medien der Fall eines inzwischen gefeuerten Zinsspekulanten: 80 Millionen Euro Bonusansprüche häufte der Investmentbanker demnach für das Jahr 2008 an. Mittlerweile wird gegen den Mann wegen der Manipulation des Referenzzinses Libor ermittelt. Die Bank behielt daraufhin Medienberichten zufolge 40 Millionen Euro der Rekordsumme ein.

Die „London Interbank Offered Rate“ (Libor) gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken Geld leihen. Der Zins dient als Maßstab für Geldgeschäfte in Billionenhöhe. Großbanken sollen den Libor über Jahre manipuliert haben, um höhere Gewinne einzustreichen. Bei der Deutschen Bank läuft in der Affäre eine interne Prüfung und eine Prüfung der Finanzaufsicht Bafin. Bisher hat die Bank im Zusammenhang mit den Tricksereien sieben Mitarbeiter entlassen oder suspendiert.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ashley Madison Die Geheimnisse der anderen

Die Hacker, die das Seitensprungportal Ashley Madison geknackt haben, spielen moralische Richter. Dabei gehören sie selbst angeklagt. Ihr kriminelles Handeln hat fatale Folgen. Mehr Von Ursula Scheer

25.08.2015, 12:14 Uhr | Feuilleton
Deutsche Bank Fitschen und Jain sollen laut Insider Rücktritt ankündigen

Die Ko-Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, wollen einem Insider zufolge zurücktreten. Mehr

07.06.2015, 15:06 Uhr | Wirtschaft
Finanzskandale Banken zahlen 260 Milliarden Dollar Strafe

Finanzkrise, Zinsmanipulationen, Steuerhinterziehung: Banken zahlen kräftig für ihre Skandale. Eine neue Studie zeigt: Das ist noch nicht das Ende. Mehr

24.08.2015, 15:50 Uhr | Wirtschaft
Fifa-Skandal FBI soll laut Insider gegen Blatter ermitteln

Die amerikanische Bundespolizei FBI soll laut einem Insider gegen den gerade zurückgetretenen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter ermitteln. Mehr

03.06.2015, 10:50 Uhr | Sport
Weitere Nachrichten Unicredit plant Verlagerung von HVB-Bereichen nach Italien

Amerikas Automarkt steht vor dem bestem Jahr seit 2001. Die von China initiierte Weltentwicklungsbank AIIB macht angeblich geringere Auflagen für Kredite als die Weltbank. Mehr

02.09.2015, 07:00 Uhr | Wirtschaft

Veröffentlicht: 18.02.2013, 13:04 Uhr

Mehr schadet mehr

Von Holger Steltzner

Die EZB deutet noch mehr Anleihekäufe an. Dabei funktioniert die Geldpolitik nach dem Motto „noch mehr hilft mehr“ nicht. Mehr 14 70

Umfrage

Wolfgang Schäuble will das Betreuungsgeld nicht in die Kitas stecken. Was meinen Sie?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Die größte Funkausstellung aller Zeiten

An diesem Freitag öffnet die IFA in Berlin ihre Tore. So viele Aussteller wie noch nie sind angekündigt. Eine andere Zahl stagniert wohl. Mehr 1