http://www.faz.net/-gqe-6nbo0
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 12.09.2011, 18:42 Uhr

Milliardenverluste Bank of America will 30.000 Stellen streichen

Die angeschlagene Bank of America will nach eigenen Angaben über mehrere Jahre hinweg voraussichtlich rund 30.000 Stellen streichen. Auf diese Weise sollen bis 2014 jährlich fünf Milliarden Dollar eingespart werden.

© dpa Werbung am Times Square in New York

Die angeschlagene Bank of America (BofA) will im Rahmen eines umfassenden Restrukturierungsplanes in den kommenden Jahren 30.000 Stellen streichen. Der Abbau von rund einem Zehntel der Belegschaft gehöre zur ersten Phase des geplanten Konzernumbaus, teilte die größte Bank der USA am Montag mit. Ziel des Sparprogramms sei, die jährlichen Kosten bis 2014 um fünf Milliarden Dollar (3,66 Milliarden Euro) zu senken.

Die Jobs sollten „in den kommenden Jahren“ gestrichen werden, hieß es. Die Bank of America hat insgesamt 288.000 Beschäftigte. Sie steht wegen ihrer Rolle in der Finanzkrise schwer in der Kritik und hatte im zweiten Quartal einen Milliardenverlust gemacht. Im August war der amerikanische Milliardär Warren Buffett der Bank zur Hilfe gekommen, er investierte fünf Milliarden Dollar.

Mehr zum Thema

Die geplanten Einsparungen von fünf Milliarden Dollar entsprechen rund 18 Prozent der jährlichen Kosten der Bank. Mit der ersten Phase der Restrukturierung, die sich vor allem auf das Privatkundengeschäft konzentriert, soll nach Angaben von Bankchef Brian Moynihan bereits im Oktober begonnen werden. Eine zweite Sparrunde, die internationale Aktivitäten und das Geschäft mit Firmenkunden ins Visier nehmen soll, könnte demnach ab dem Frühjahr greifen.

Die Aktien der Bank of America hatten zuletzt 47 Prozent an Wert verloren. Zu der Entwicklung führten faule Hypotheken des 2008 aufgekauften Unternehmens Countrywide Financial Corp.

Quelle: AFP/dapd

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Siemens-Konkurrent Frankreichs TGV fährt bald auch durch Amerika

Der Siemens-Rivale Alstom hat für seinen Hochgeschwindigkeitszug TGV einen großen Auftrag ergattert: Er liefert dem amerikanischen Bahnbetreiber Amtrak 28 Züge, die an der Ostküste der Vereinigten Staaten fahren sollen. Mehr Von Christian Schubert

28.08.2016, 17:34 Uhr | Wirtschaft
EU-Wettbewerbs-Kommission 13 Milliarden Euro Steuernachzahlung für Apple

Der amerikanische Technologiekonzern Apple muss 13 Milliarden Euro an Steuergeldern an Irland nachzahlen. Die Steuerabkommen zwischen Apple und Irland sei illegal, erklärte die EU-Wettbewerbs-Kommission am Dienstag. Mehr

30.08.2016, 14:42 Uhr | Wirtschaft
Aktionäre reagieren Steuernachforderung drückt Apple-Kurs

13 Milliarden Euro soll Apple in Irland an Steuern nachzahlen, fordert die EU-Kommission. Die Betroffenen wehren sich, den Aktienkurs drückt es trotzdem. Mehr Von Martin Hock

30.08.2016, 12:57 Uhr | Finanzen
Indonesien Streit um Mega-Bauprojekt auf Bali

Auf der Ferieninsel Bali gehen die Menschen auf die Straße. Sie wehren sich gegen die geplante Luxusferienanlage mitten in der Bucht von Benoa, ein Projekt für 13 Milliarden Euro. Die Regierung von Bali hofft, dass durch die Ferienanlage die Wirtschaft und der Tourismus angekurbelt werden. Mehr

27.08.2016, 16:20 Uhr | Gesellschaft
Apples Wasserpistolen-Emoji Die Zensur der Symbole

Apple ersetzt das Revolver-Emoji durch eine Wasserpistole und erntet harsche Kritik. Gesellschaftliche Konflikte kann man nicht einfach wegprogrammieren. Mehr Von Adrian Lobe

25.08.2016, 21:10 Uhr | Feuilleton

Teure Aktivisten

Von Klaus Max Smolka

Der Fall Stada ist ein Fall fürs Lehrbuch. Aktivistische Investoren könnten anderswo folgen. Mehr 1 4

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden