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Veröffentlicht: 28.10.2016, 13:27 Uhr

Milliardengewinne BNP Paribas stellt die Deutsche Bank in den Schatten

Während die Deutsche Bank mit großen Problemen kämpft, verdienen Wettbewerber Milliarden. Nicht nur in Amerika.

© AFP Die BNP Paribas ist Frankreichs größtes Geldhaus.

Nicht nur die Geschäfte der großen amerikanischen Geldhäuser florieren, nun vermeldet auch das größte französische Geldhaus BNP Paribas ein ordentliches Ergebnis für die vergangenen drei Monate: Der Überschuss des Instituts ist um drei Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen. Auch im Falle der BNP Paribas ist das Handelsgeschäft mitverantwortlich für die klingelnde Kasse.

Zugleich hatte die BNP Paribas zu Jahresbeginn beschlossen, das Investmentbanking stärker zurück zu fahren und die Kosten auch in anderen Geschäftsbereichen zu senken. Dieser Kurs trägt nun erste Früchte: Die wichtige Kernkapitalquote des Hauses stieg im dritten Quartal um 0,3 Punkte auf 11,4 Prozent.

„Die Bilanz unserer Gruppe ist grundsolide“, erklärte BNP-Chef Jean-Laurent Bonnafe. Die Bank ist an der Börse derzeit rund 67 Milliarden Euro wert, im Jahr 2014 musste sie in Amerika werden Verstößen gegen amerikanische Sanktionen acht Milliarden Dollar Strafe zahlen.

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All das kontrastiert stark mit der Situation, in der sich die Deutsche Bank derzeit als bedeutendstes Geldhaus der Bundesrepublik befindet. Zwar meldete die Deutsche Bank am Donnerstag ebenfalls - überraschend - einen Gewinn für das vergangene Quartal; er betrug allerdings mit 300 Millionen Euro deutlich weniger als nun der französische Wettbewerber schaffte.  Außerdem muss sich die Führung der Deutschen Bank noch mit dem amerikanischen Justizministerium einigen, eine Strafzahlung von bis zu 14 Milliarden Dollar steht im Raum.

Die großen amerikanischen Banken hatten gerade erst mit ihren Geschäftszahlen geglänzt - sie verdienten mehr als gedacht. An der Spitze lag die Bank JP Morgan, die einen Gewinn in Höhe von 6 Milliarden Dollar für die vergangenen drei Monate meldete. Auch die Institute Wells Fargo, Citigroup, Bank of America und Goldman Sachs meldeten Milliardengewinne. Der Chef der Bank of Amerika teilte dabei auch mit, dass seine Bank zeige, dass sie auch im Umfeld sehr niedriger Zinsen ordentlich Geld verdienen kann.

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