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Metro Saturn und Media-Markt auf Erfolgskurs

30.10.2007 ·  Einen Verlust von 37 Millionen Euro erlitt der Einzelhandelskonzern Metro im dritten Quartal. Aber für Wachstum haben die Elektronikketten Saturn und Media-Markt gesorgt. Allerdings sind die Schwierigkeiten beim Discounter Netto noch größer geworden.

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Vor allem die Elektronikketten Saturn und Media-Markt sorgen noch für Wachstum bei dem Düsseldorfer Einzelhandelskonzern Metro. Dennoch musste das Unternehmen im dritten Quartal einen Verlust von 37 Millionen Euro hinnehmen - vor einem Jahr wies Metro noch einen Quartalsgewinn von 109 Millionen Euro aus. Grund für die roten Zahlen war vor allem ein steuerlicher Sondereffekt: Der Konzern hatte gehofft, 160 Millionen Euro steuerlich geltend machen zu können. Nachdem der Fiskus dies nicht akzeptiert hatte, musste Finanzvorstand Thomas Unger den Betrag nun abschreiben.

Operativ läuft es bei Metro besser als in steuerlicher Hinsicht: Der Konzerngewinn stieg zwischen Juli und September um gut 10 Prozent auf 180 Millionen Euro vor Steuern und entwickelte sich somit in etwa genauso stark wie der Umsatz, der in der gleichen Größenordnung auf 15,6 Milliarden Euro zunahm. Die Börse ließen diese Zahlen unbeeindruckt.

Auch bei den Großhandelsmärkten läuft es

Gut laufen die Geschäfte bei den Großhandelsmärkten Metro Cash & Carry, die nicht nur bei Gastronomen und anderen Gewerbetreibenden außerordentlich beliebt sind, sondern auch bei selbständigen Anwälten oder Ärzten. Hier stieg der Umsatz um 6,3 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen um 19,3 Prozent auf 222 Millionen Euro.

Besonders kräftig wachsen aber Saturn und Media-Markt, die laut Pressemitteilung des Konzerns ihren „rasanten Wachstumskurs“ fortsetzen. Tatsächlich steigerten die beiden Elektronikketten ihre Verkaufserlöse um 13,6 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Allerdings findet das Wachstum weniger in Deutschland statt, sondern vor allem in Osteuropa, wo der Umsatz im dritten Quartal um 53,4 Prozent in die Höhe ging. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erhöhte sich in dieser Sparte um 5,2 Prozent auf 126 Millionen Euro. Allerdings wurde dieser durch Anlaufbelastungen in Russland, der Türkei und Schweden belastet.

Real bereitet Sorgen

Nach wie vor Sorgen bereitet die Kette Real, wo die Probleme im dritten Quartal eher noch größer geworden sind. Im dritten Quartal ist der Verlust schneller gewachsen als der Umsatz. Die Verkaufserlöse stiegen zwar um 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Allerdings hat sich der Verlust fast verdoppelt. Er weitete sich von 41 Millionen Euro im dritten Quartal des Vorjahres auf nun 75 Millonen Euro aus.

Aufwärts geht es dagegen bei einem anderen Sorgenkind des Konzerns, der Warenhauskette Galeria Kaufhof. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs schrieb Galeria Kaufhof schon im dritten Jahresviertel schwarze Zahlen. Typischerweise erzielten Warenhäuser in Deutschland erst im vierten Quartal ein Plus, erklärte Metro. Der Umsatz ging dennoch im dritten Quartal leicht um 1,9 Prozent auf 814 Millionen Euro zurück.

Börse reagiert kaum auf die Zahlen

Der Aktienkurs reagierte kaum auf die Quartalszahlen. Am späten Vormittag lag der im Dax notierte Titel 0,2 Prozent im Plus bei 61,24 Euro, während der Leitindex der Deutschen Börse selbst leicht im Minus lag. „Die Zahlen zum dritten Quartal lagen leicht über den durchschnittlichen Analystenerwartungen“, hieß es bei Sal Oppenheim.

Ein weiterer Analyst äußerte sich deutlich kritischer: „Auf den ersten Blick sehen die Zahlen von Metro nett aus, aber wenn man die Verkäufe von Immobilien in Höhe von 27 Millionen Euro herausrechnet, dann sieht es eher nach einer versteckten Gewinnwarnung aus.“

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Von Heike Göbel

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