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Veröffentlicht: 11.06.2017, 11:15 Uhr

Air Berlin Ausfälle und Verspätungen nehmen zu

In weniger als drei Monaten sind mehr als 1500 Flüge von Air Berlin ausgefallen. Die Misere der Fluggesellschaft wird immer deutlicher.

© EPA Dieses Flugzeug hebt immerhin ab.

Bei der finanziell schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Airberlin kommt es einem Zeitungsbericht zufolge immer häufiger zu langen Verspätungen oder Flugausfällen. Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Daten des Fluggastrechte-Portals EU-Claim berichtete, gab es im Juni bisher jeden Tag durchschnittlich 24 sogenannte Problemflüge von und nach Deutschland. In den ersten fünf Monaten des Jahres waren es demnach nur rund 18 pro Tag.

Als Problemflüge bezeichnen die EU-Claim-Experten Flüge mit Annullierungen und Verspätungen von mehr als drei Stunden. Den Negativrekord bei Airberlin in diesem Monat hält der 1. Juni, an dem es den Angaben zufolge zu 47 Problemflügen (44 Annullierungen und drei Verspätungen) kam.

Seit Einführung des Sommerflugplans am 26. März 2017 seien 1541 Flüge von Airberlin von und nach Deutschland ausgefallen, heißt es in dem Bericht. Doch auch die übrigen Flüge haben Probleme: Aus dem Unternehmen ist zu hören, dass zuletzt nur ungefähr jeder vierte Air-Berlin-Flug pünktlich gestartet ist.

Rote Zahlen fast durchgehend seit 2008

Air Berlin hat enorme Finanzielle Probleme. Airberlin steckt seit 2008 in den roten Zahlen, unterbrochen nur von einem kleinen Plus im Jahr 2012. Die zweitgrößte deutsche Airline lässt derzeit bei den Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen Möglichkeiten für eine staatliche Bürgschaft prüfen. An der Prüfung beteiligt sich auch der Bund.

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Passagiere von Airberlin müssen nach Unternehmensangaben aber nicht um die Gültigkeit ihrer gebuchten Tickets fürchten. „Die Tickets sind sicher“, sagte Airberlin-Vertriebsvorstand Götz Ahmelmann der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Die Buchungszahlen seien stabil, die Flugzeuge gut gefüllt. „Es hat sich für uns operativ und finanziell nichts geändert.“

Die arabische Fluggesellschaft Etihad, die 29,2 Prozent an Airberlin hält, will diese Beteiligung Medienberichten zufolge loswerden. Als möglicher Interessent gilt die Lufthansa - allerdings dürfte ein Zusammenschluss der beiden größten deutschen Fluggesellschaften auf hohe wettbewerbsrechtliche Hürden stoßen. Als eine Option galt, zusammen mit Tui einen gemeinsamen Ferienflieger aufzubauen. Doch diese Gespräche sind inzwischen gescheitert.

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