13.11.2012 · Die „Frankfurter Rundschau“ ist pleite. Der Verlag hat Insolvenz beim Amtsgericht Frankfurt angemeldet. Was aus der Zeitung wird, ist noch unklar. Die Gehälter der Mitarbeiter seien bis Ende Januar 2013 gesichert, teilten die Eigentümer-Gesellschaften bei einer Betriebsversammlung mit.
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Schade, aber die Konsumenten setzen vermehrt Prioritäten, nicht nur bei den Medien.
Grundsätzlich greift die breite Masse der Konsumenten wohl immer
weniger zu Printmedien, da sie das Geld anderweitig benötigen. Auch
ist Lesen in der breiten Masse nicht mehr so in. Und schließlich
kann man sich auch anders und "kostenlos" informieren, oft
auch besser. Daher habe ich die Tageszeitung bereits vor Jahren
abgeschafft - aus Qualitätsgründen.
Zeitungen waren einmal das Informationsmedium schlechthin, sie boten
Kurzweil und Kultur, befriedigten eine Vielzahl von Interessen ihrer
Leser, ja, sie waren Bestandteil der Kultur, hatten Einfluß auf
die Meinungen der Menschen und besaßen Macht. Viel ist davon nicht
mehr geblieben. Und das liegt nicht nur an den "modernen"
Medien, nicht nur am Internet, sondern insbesondere an der mangelnden
Qualität journalistischer Arbeit. Gut, das ist heute auch
schwierig, kann doch jeder die journalistische Leistung im Netz
überprüfen, aber Quantität und Geschwindigkeit ersetzen
eben keine Qualität. Die Einnahmen sinken, die Ausgaben steigen ...
Das schöne Papier wird nun nicht mehr beschmutzt und bleibt im Idealfall als Baum im Wald
Richtig grüner Wald anstatt Blätterwald.
Ich habe die Zeitung längere Zeit unregelmäßig gekauft
bis ich bei einer Weiterbildung die Gelegenheit hatte auch die FAZ
täglich zu lesen was mein Vorurteil nachhaltig korrigierte.
Die FR habe ich danach nicht mehr gelesen. Der wesentliche Unterschied
war m.E. das ich in der FAZ den Eindruck hatte das man Bericht und
Kommentar besser zu trennen wußte.
Auch die " reine Beschreibung " von Vorgängen, besonders
im Wirtschaftsteil hatte mich überzeugt. Die Beschreibung der
Wirklichkeit ist schwer genug. Auch heute freue ich mich wenn dies
einzelnen Autoren besonders gut gelingt. In dieser Zeitung zB auch zu
Gesundheitsthemen, den Namen der Autorin die mir besonders auffiel habe
ich leider nicht parrat.
Leider beherrscht nicht jeder diese Kunst.
Das Leben ist eben hart und ungerecht...
Die Herausgeber samt Geschäftsführung der FAZ werden diese
Nachricht sicherlich mit gemischten Gefühlen aufnehmen. Denn auch
die Bilanz der FAZ GmbH von 2009 wies einen Verlust von 19,8 Millionen
Euro aus. Dies berichteten jedenfalls überregionale Medien 2010.
Nun, wir Leser von kostenlosen "Qualitätsinformationen"
werden uns darauf einrichten müssen, in der Zukunft einen
angemessenen Preis zahlen zu müssen. Mir schwebt da eine
Lösung ohne Papier vor.
Es ist ein Unding, dass in einem freiheitlichen und demokratischen Land Parteien eine solche Medienmacht aufbauen können, wie die SPD dies tut. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender werden von den Parteien kontrolliert. Wie sollen die Medien so ihrer Kontrollfunktion nachkommen? Unser Land gehört von Grund auf reformiert, die Strukturen müssen auf ihre demokratische Sinnhaftigkeit hin untersucht und gegebenenfalls modifiziert werden. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Insolvenz des linken SPD-Blattes "FR" kein Grund zur Trauer. Ich hoffe, dass weitere Parteienblätter folgen werden und es irgendwann wieder einen echten Pluralismus und einen Wettbewerb der Ideen und Meinungen in unserem Land geben wird.
LeserInnen wie "dieter diehm (johndow) - 13.11.2012 16:20 Uhr Kein Mitleid..."
haben offensichtlich mehr mit der CSU-Einseitigkeitsberichterstattung
und Einmisching in die inhaltlichen Ausrichtungen von Medien als mit
Meinungsfreiheit und Medienvielfalt. Chinesische, sozialistische und
putinistische Denkstrukturen sind in diesen erzkonservativen Köpfen
sehr fest einbetoniert.
Diese so einseitig denkenden Menschen vergessen, dass das intellektuelle
und reale Leben nur durch die Vielfalt des Denkens und der
vielfältigen Ansichten vershiedenster Menschen reich und spannend
wird. Der liebe Got - nicht einmal der christliche - hat nur durch die
Vielfalt seiner Schöpfung eine erfolgreiche Erde geschaffen.
Gäbe es nur Tulpen, wäre das Leben zuende.
Gäbe es nur den Bayernkurier, hätte die CSU-Gemeinde zwar
immer 100%ige Wahlerfolge, aber das Leben wäre schlimmer als im
gestrigen Sozialismus.
Alle, die sich jetzt freuen, sollten bedenken, dass es der FAZ auch nicht so gut gehen kann, wenn
sie sich demnächst online hinter einer Paywall (Bezahlsystem) verstecken will.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.11.2012 07:10 Uhr@Cornelia Holtmann: alternative christliche Zeitungen
Alternative christliche Zeitungen zum Rheinischen Merkur finden Sie
unter Wikipedia Christliche_Zeitung aufgelistet, z.B. die Tagespost. Ich
bevorzuge aber die FAZ, weil es auch hier gute Beiträge zu
christlichen Themen gibt.
Ich halte die Monatszeitschrift "komma" vom MM Verlag für
eine sinnvolle Ergänzung.
Mir geht es genu so, Herr Holzinger,
und auch wenn ich mich jetzt jeden Morgen über eine Zeitung im Briefkasten freuen kann: den Rheinischen Merkur vermisse ich sehr. Es gibt wohl auch keine vergleichbare Zeitung auf dem Markt, oder wissen Sie von einer?
Die Leser sollten die FAZ unterstützen
Den Lesern sollte die freie Berichterstattung in der FAZ auch ein wenig
Geld wert sein. Wenn es nicht genügend Lesern die
Monatsbeiträge wert ist, dann wäre auch die FAZ nicht mehr in
der Berichterstattung so frei wie jetzt. Das wäre optimal für
die Parteien in Deutschland, wenn sie kritische Berichterstatter los
wären. Dann wären womöglich einige deutsche Politiker
noch heute im Amt, weil niemand aus der Bevölkerung etwas von ihren
Fehltritten mitbekommen hätte. Doch am Ende käme es für
alle teurer, wenn die Redakteure nicht mehr berichten können, wer
bei den Bochumer Stadtwerken 25 000 Euro für einen Vortrag bezahlt
bekommen hat.
Schade, dass das Staats-Fernsehen neben den Zwangsgebühren auch
Werbeeinnahmen einstreifen darf. So bleibt für die private
unabhängige Berichterstattung weniger Geld übrig.
Ich bin mit dem Verschwinden des "Rheinischer Merkur" zur FAZ
zurückgekehrt. Der Rheinische Merkur hätte nie aufgegeben
werden sollen.
bzgl. des möglichen "Aus" der FR und anderer Zeitungen ist sicher nicht der Ausdruck eines wachen Geistes, noch nicht einmal eines demokratischen oder "marktwirtschaftlichen". Denn: Einfalt droht, wo Vielfalt verloren geht. Und Demokratie und geistige Wachheit und Vielfalt kann nur gedeihen, wo diese Vielfalt gegeben ist, auch im Pressewesen. Selbst die "Blöd-Zeitung" hat ihre Legitimität, wie viele andere. Vielleicht denken ja einmal die Jubler darüber nach. ps. Ich bin kein FR-Leser!
Eine schlechte und eine gute Nachricht
Die schlechte Nachricht: Schon wieder geht eine deutsche Zeitung mit
einer gewissen Tradition ein (wenn sie nicht à la Griechenland
"gerettet" wird).
Die gute Nachricht: Es trifft ein linkes Käseblatt, das vor lauter
Parteilichkeit die Wirklichkeit nicht mehr erkannte. Es wäre gut,
wenn diesem PC-Blättchen möglichst bald möglichst viele
gleichgeartete Postillen folgen würden. Das würde für
eine gewisse Reinigung der politischen Atmosphäre sorgen.
Interessante Einstellung in Sachen Meinungsfreiheit
die Sie an Tag legen. Alles was 'Links' ist, soll den Bach runtergehen. Hatten wir das nicht schon einmal?
„Die Insolvenz ist die Folge von jahrzehntelangem Missmanagement“
... und das Ergebnis eines jahrzehntelangen Scheuklappen-Journalismus, der sich selbst der Lächerlichkeit preisgegeben hat! Wer die Grundregeln des Journalismus - Rede und Gegenrede - so sträflich über so lange Zeit glaubt missachten zu können, der vergrault auch noch den letzten Leser. Dieser hat es nämlich einfach satt, eine Ideologie-getränkte Einseitigkeit anstelle einer wertebasierten Abwägung der einzelnen Sacheverhalte präsentiert zu bekommen. Eine Zeitung muss im Kern meinungsbildend und nicht nur meinungsverstärkend sein. mit den besten Wünschen.
Jahrelang, allerdings noch in den 80er Jahren, ärgerten mich die vielen Rechtschreibfehler in
den FR-Texten. Später, die einseitige und manipulierende Berichterstattung. Da war nichts mehr vom "kritischen Journalismus " zu spüren. Ganz übel am Schluss in diesem Sinne, wie der "Fall Wevelsiep" von der FR zum Polizeiskandal inszeniert wurde.
...wird mich beschleichen, bei dieser und bei zukünfigen Zeitungsleichen!
...hat den Einbruch der verkauften Auflage schlechter als andere
verkraftet, da sie schon geschwächt war. Zu viele Mitarbeiter,
starker gewerkschaftlicher Einfluss haben dann ihr übriges getan.
Aber an eine erfolgreiche Sanierung mit dem Unsympath Dumont habe ich
erst recht nie geglaubt. Sie war meiner Meinung nach keine
"Frankfurter" Rundschau mehr.
Bei mir Zuhause besteht die Möglichkeit alle 3 Frankfurter Zeitungen zu lesen. Jede diese Zeitungen hat ihr eigener Profil, ihre eigene Meinung. Die Qualität der FR hat in den letzten Jahren nachgelassen: weniger Auslandsberichterstattung, weniger Lokales. Aber sicher war dies nicht ausschlaggebend für die Insolvenz. Sehr viele Zeitungen sind in Schwierigkeiten. Die Leserschaft ist überaltert, die Anzeigerlöse brechen weg, viele, wenn überhaupt, informieren sich im Internet. In einigen Beiträgen ist die Häme unverkennbar, weil die politische Ausrichtung nicht passt. Doch wie sähe dies aus, wenn die "eigene Zeitung" in Schwierigkeiten käme? Länder ohne große Zeitungsvielfalt werden ärmer, man schaue z.B. in die USA. Die Frage ist wohl, wie kann Qualitätsjournalismus ins Internet transferiert werden und wie wird dies finanziert.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) als reinrassiger Lobbyverband...
"....Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) forderte die
Mediengruppe auf, auf Kündigungen redaktioneller Mitarbeiter
weitgehend zu verzichten. „Die Journalistinnen und Journalisten
der „FR“ brauchen eine berufliche Perspektive“..."
Klar: Journalisten ist der Konkurs egal und sie stehen auch vor allen
anderen Mitarbeitern (die brauchen wohl keine berufliche Perspektive).
Deutlicher kann man sein Selbstverständnis und seine Abgehobenheit
kaum zum Ausdruck bringen.
...spricht eben auch nur für seine Mitglieder
Alles andere wäre Vertretung ohne Vertretungsmacht.
So ein Spezialverband wie der DJV hat von den Arbeitern in der
Druckerei, dem Anzeigenvertrieb, den Zustellern oder den
Verwaltungsangestellten schlicht kein Mandat. Es mag zwar schwer sein,
für IRGENDEINE Gruppe im Insolvenzfall mit der Forderung
"Erhaltet die Jobs!" falsch zu liegen, aber selbst das ist
theoretisch möglich.
Deshalb überlässt der DJV das Fordern für die gesamte
Belegschaft lieber DEREN erklärten und gewählten
Interessenvertretern (Betriebsrat, ver.di etc.). Die fühlen sich
sonst auch in ihren "Territorialrechten" beschnitten und
werden sauer. Wenn man eins in so einer Situation nicht braucht, dann
einen Wettstreit der Verbandseitelkeiten, der möglicherweise auf
dem Kopf der betroffenen Arbeitnehmer ausgetragen wird.
Die redaktionellen Mitarbeiter tragen die Verantwortung für die sinkende Auflage
Nicht die Drucker oder kaufmännischen Angestellten. Ein Verleger
müßte verrückt sein, sich das ins Haus zu holen, was
nicht marktfähig ist.
Da die SPD mit im Boot sitzt, kann sie keine Steuergelder für das
gescheiterte Unternehmen verschwenden. Mißliche Lage. Aber eine
Hand wäscht die andere in diesem Staat.
Nicht immer nur nach der Pfeife der Anzeigengeber zu tanzen,
kommt den Zeitungsverlagen wirtschaftlich sehr teuer zu stehen. Die FR
ist ein Beispiel; sie bekam in den letzten Jahren immer weniger Anzeigenaufträge.
Man muss in diesem Zusammenhang auch folgendes berücksichtigen:
Werbung bevorzugt eben sehr gerne Zeitungen, die systematisch
volksverdummend wirken (wie z.B. die „Blöd-Ztg.“) und
kritisches Bewusstsein am besten erst gar nicht aufkommen lassen. Ideal
ist es doch, wenn im Geschäftsleben die Leute auch den
allerdümmsten Schrott kaufen und auch auf die dreistesten
Spinnereien hereinfallen - Hauptsache „der Rubel rollt“. So
denkt der"Mainstream", der diese Presse stark unterstützt.
Hat dagegen jemand eine kritische, links-liberale Grundhaltung und will
etwas Näheres über die Probleme in unserer Gesellschaft
erfahren, die nicht dem „Mainstream“ entsprechen – wo
soll der dann nachlesen und sich kritisch damit beschäftigen?
Diese Entwicklung sollte man auf keinen Fall gutheißen, meine ich.
In diesem Sinne ist es schade um die FR.
Hallo Herr Koch, die FR war mal tatsächlich kritisch. Doch im laufe der Jahre hat sie verpasst
dass der Wind sich drehte. Die Rebellen von 68 sind doch längst die Spießer von Heute, die immer noch das Gleiche agitieren, wie vor 50 Jahren. Nur ist es heute keine Agitation mehr sondern Mainstream. Heute hat Deutschland aber andere politische Probleme wie vor 50 Jahren: Souveränität Deutschlands, Islam, Ausländer, Gleichförmigkeit der Medien. Zwar sehe ich formell die Demokratie nicht bedroht, doch seit Jahren gibt es Ausgrenzungen politischer Meinungen aus der öffentlichen Diskussion und der parlamentarischen Repräsentation. Die FR hat nicht mehr kritisch hinterfragt. Die FR hat nur noch den politischen LinksGrünen Mainstream bestätigt. Die SUEDDEUTSCHE segelt in gleichen Gewässern, überlebt aber, weil sie ein breiteres Fundament hat.
Verkündungsorgane für die politkorrekte, linksgrüne Weltsicht gibts mehr als genug. Da fällt der Wegfall einer dieser Postillen nicht auf. Bleibt die Hoffnung, daß die verwaisten Ex-Rundschauleser ihren Weg zu ausgeglichener berichtenden Medien finden. Und dabei entdecken, daß man Dinge aus gutem Grund auch anders sehen kann...
Mit Gehirnwäsche ist nicht mehr gut Geld verdienen
Nur, wer weiter in seiner Traumwelt leben möchte, vielleicht, weil
er Systemprofiteur ist, zahlt noch für politische Propaganda.
Es steht ohnehin in allen Zeitungen nahezu dasselbe drin. Neue Gedanken
sind tabu, überall der gleiche Keu. Ausnahme ist natürlich die FAZ.
Das Mediensterben hat gerade erst begonnen. Obwohl die Menschheit immer
mehr Information konsumiert, eigentlich ein Milliardenmarkt. Selbst
schuld. Bin gespannt, wem die FR die Schuld gibt.
Überall gibt es treue Anhänger. Das aber reicht nicht mehr.
Die FR bietet tatsächlich nichts mehr.
Nur wie geht es weiter ?
Du Mont und SPD wer noch ? Geht mit zur Beerdigung ?
Von allen linken Zeitungen schien mir die FR noch die polemischste und unseriöseste zu sein, die mit dem geringsten Anspruch an Objektivität.
Eine gewisse Schadenfreude überkommt einen ehemaligen FR-Abonenten. Wer sich mit der SPD einläÃt muà sich nicht wundern, dass nach spätestens 5 Jahren die Pleite ins Haus steht
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