Home
http://www.faz.net/-gqi-z5ro
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Markenstrategie Drei Ergo-Versicherer bekommen neue Namen

20.11.2009 ·  Abschied von „Herrn Kaiser“: Der Allianz-Konkurrent Ergo ordnet seine Versicherungsmarken neu. Dabei verschwinden die Marken Karstadt-Quelle-Versicherungen, Victoria und Hamburg-Mannheimer. Künfig firmieren diese Versicherer unter dem Namen „Ergo Direktversicherungen“.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Allianz-Konkurrent Ergo ordnet seine Versicherungsmarken neu und reagiert damit auch auf die Insolvenz von Arcandor. Die Karstadt-Quelle Versicherungen, die seit 2002 zu Ergo gehören, werden Anfang des kommenden Jahres in Ergo Direkt Versicherungen umbenannt. Darüber hinaus nimmt die Ergo-Gruppe auch die Marken Victoria und Hamburg-Mannheimer vom Markt.

Der Düsseldorfer Konzern will nach der Umstellung in der zweiten Jahreshälfte 2010 neue Lebens- und Sachversicherungen in Deutschland unter der Marke Ergo verkaufen. Die Ergo-Marken DKV für Krankenversicherungen und D.A.S. für Rechtsschutz bleiben erhalten.

„Langfristig versprechen wir uns von der neuen Aufstellung, dass wir für unsere 20 Millionen Kunden allein in Deutschland noch attraktiver werden“, erklärte Ergo-Vorstandschef Torsten Oletzky am Freitag. Von der Umstellung auf die breitere Marke Ergo, die bisher nur der Name der Holding ist, wird ein Kundenwachstum erwartet.

Mit der neuen Markenstrategie soll es keine Überschneidungen im Angebot der einzelnen Marken des Düsseldorfer Konzerns mehr geben. Außerdem soll den Kunden klar werden, dass das vielfältige Angebot aus einer Hand stammt. Die Höhe der Kosten für den großen Schilderwechsel und das Bekanntmachen der neuen Marke Ergo stehe noch nicht fest. Oletzky hält aber einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag für möglich.

Markenumstellung hat keine Auswirkungen auf Arbeitsplätze

Die Markenumstellung bei Lebens- und Sachversicherungen soll keine Arbeitsplätze in dem Düsseldorfer Konzern kosten. Intern seien in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Umstellungen erfolgt. Heute arbeiteten schon eine Reihe von Angestellte für verschiedene Marken der Gruppe. Die Konzernstrukturen könnten durch das Zusammenführen mehrerer Einzelgesellschaften aber noch weiter vereinfacht werden. Im Vertrieb blieben die Strukturen unverändert.

Für die Ergo-Gruppe arbeiteten 50.000 Menschen als angestellte Mitarbeiter oder als selbstständige Vermittler. Ergo ist die Erstversicherungs-Sparte des Branchenriesen Munich Re (Münchener Rück), dem weltgrößten Anbieter von Versicherungen für Versicherungen (Rückversicherer).

Bei den Karstadt-Quelle Versicherungen sei für die Kunden nicht ausreichend erkennbar, dass sie zur Ergo-Gruppe gehören. „Deshalb löst Ergo nun die Marke vom Warenhaus- und Versandhandel, damit ihr Geschäft nicht durch die dortigen Turbulenzen beeinträchtigt wird“, heißt es in einer Mitteilung des Düsseldorfer Konzerns. Er will die Werbeplätze der aufzugebenden Marken nutzen, um die neue Marke Ergo bekanntzumachen. So zeichnet sich ab, dass die Fußballmannschaft Greuther Fürth voraussichtlich zum Rückrundenstart den neuen Namen Ergo Direkt Versicherungen auf dem Trikot tragen wird. Allein die Karstadt-Quelle Versicherungen haben über 4 Millionen Kunden. Sie bieten aus allen Versicherungssparten Produkte an.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 25 41

30.05.2012 16:25 Uhr
  Vortag
Dax 6.299,61 −1,52%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.371,95 −1,59%
Dow Jones 12.442,40 −1,10%
EUR/USD 1,2399 −0,71%
Rohöl Brent Crude 104,01 $ −2,66%
Gold 1.579,50 $ 0,00%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.