24.01.2012 · Erst im Nachhinein zeigt sich, wie tief die Gräben innerhalb des insolventen Druckmaschinenkonzerns Manroland waren. Nun blühen die Verschwörungstheorien auf.
Von Holger PaulRichtlinien für Lesermeinungen
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Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser
Die Wut meiner ehemaligen Kollegen kann ich gut nachvollziehen. Und kein anderer wie ich, als damaliger Mitarbeiter der, weltweit so angesehene Firma, hat versucht den Vorstand, auf Fehler und unerlaubtes handeln hinzuweisen. Man hat mich isoliert, gemobbt und diskriminiert. Ich habe um meinen Arbeitsplatz, und viel mehr um meine Ehre, gekämpft. Anfangs mit der Unterstützung des Betriebsrates und dann in Alleingang und vor Gericht. Fehler auf Kosten der Besitzer der Firma kann man rechtlich nicht verfolgen. Fehler und unerlaubtes Geldvorteil auf Kosten der Mitarbeiter und des Staates kann man rechtlich verfolgen. Das könnte zumindest Ansatzweise geprüft werden. Insolvenzverwalter und Politiker des Landes Hessen könnten das tun. Zumindest das Geld was in die Jahren „zu viel“, um nicht unrecht zu sagen, zurück zu fordern und somit wenigstens die „Brückenlänge“ zu Arbeitslosigkeit von sechs Monate auf ein Jahr zu verlängern. Kleine Entschädigung für den Arbeitsplatzverlust, immerhin was.
20 Jahre nach der Einheit wird wegen ein paar läppischer Lappalien zwischen Augsburg und Offenbach diskutiert, Gegenden, in denen es genügend Arbeitsplätze gibt. Dass der Abbau von 500 von 800 Arbeitsplätzen für das strukturschwache Vogtland eine Katastrophe darstellt, kommt mit keinem Wort zur Sprache. Und dann wundert man sich, wenn Ostdeutsche tendenziell anders zu dieser sogenannten Demokratie stehen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2012 10:04 Uhrdito
Herr Scheffler
Bei genauem Lesen des Artikels - der nun einmal darum geht, dass der
Bogenstandort und Konzernsitz Offenbach vollständig geopfert wurde
für ein möglichst reibungsloses Überleben des Augsburger
Rollenstandortes - können Sie erkennen, dass dies genauso für
Plauen gilt. Wahrscheinlich hätte betriebswirtschaftlich ein
Rollenstandort Plauen sogar bessere Überlebenschancen gehabt.
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