http://www.faz.net/-gqe-76x1p
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 14.02.2013, 12:41 Uhr

Luftverkehr Amerikanische Airlines wollen weltgrößte Fluggesellschaft bilden

Die amerikanischen Luftfahrtunternehmen American Airlines und US Airways haben offiziell bekanntgeben, dass sie sich zur weltgrößten Fluggesellschaft zusammenschließen wollen.

© REUTERS Bald vereint - Flugzeuge von American Airlines und US Airways Express auf dem Ronald-Reagan-Flughafen in Washington

Die beiden amerikanischen Fluggesellschaften American Airlines und US Airways haben am Donnerstag offiziell ihre Fusionspläne bekanntgegeben. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen hätten dem Zusammenschluss zugestimmt, war bereits am Mittwochabend (Ortszeit) aus Verhandlungskreisen verlautet. Die neue Fluggesellschaft wäre nach Passagierzahlen die größte der Welt. Die neue Fluggesellschaft solle den Namen American Airlines behalten, hieß es aus den Verhandlungskreisen. Der Hauptsitz solle am American-Standort in Dallas-Fort Worth im Bundesstaat Texas sein. Der Chef von US Airways, Doug Parker, solle an die Spitze der neu entstehenden Fluggesellschaft rücken.

Die beiden Fluggesellschaften würden zusammen nach Passagierzahlen die größte Airline der Welt bilden. Diese würde über mehr als 1500  Maschinen verfügen und 6400 Flüge täglich anbieten. Die Umsätze von American Airlines und US Airways beliefen sich im vergangenen Jahr auf zusammen 38,7 Milliarden Dollar (28,9 Milliarden Euro). Das Gemeinschaftsunternehmen würde sich an den amerikanischen Konkurrenten United und Delta vorbeischieben, die selbst Fusionen mit Continental beziehungsweise Northwest hinter sich haben.

Mehr zum Thema

Spekulationen über die Fusion gab es, seit die angeschlagene American Airlines im November 2011 Gläubigerschutz beantragen musste. Die Erfolgsaussichten wuchsen im vergangenen April, als  Gewerkschaftsvertreter öffentlich ihre Unterstützung für den Schritt erklärten. Im August schlossen beide Fluggesellschaften dann eine Stillschweige-Vereinbarung und tauschten Informationen aus, um eine mögliche Fusion zu prüfen.

Da American noch immer unter Gläubigerschutz steht, müssen dem  Zusammenschluss nicht nur die Wettbewerbsbehörden und die Aktionäre  zustimmen, sondern auch das für das Insolvenzverfahren zuständige Gericht.

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Frankfurter Flughafen Mit geizigen Fluggästen kein Ertragsplus zu erwarten

Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte verkündet neuerdings öfter, an Billigfliegern in Frankfurt interessiert zu sein. Zum Geschäftsmodell, das wesentlich auf kauffreudige Reisende setzt, passt das allerdings nicht. Mehr Von Jochen Remmert

25.05.2016, 18:03 Uhr | Rhein-Main
Frankreich Weltgrößtes Kreuzfahrtschiff vom Stapel gelaufen

Das größte Kreuzfahrtschiff der Welt ist am Sonntag im französischen Saint-Nazaire vom Stapel gelaufen. Unter dem Jubel und Beifall von rund 70.000 Schaulustigen nahm die Harmony of the Seas Kurs auf den südenglischen Hafen Southampton. Von dort soll sie am 22. Mai ihre Jungfernfahrt antreten und Kurs auf ihren neuen Heimathafen Barcelona nehmen. Mehr

15.05.2016, 18:54 Uhr | Gesellschaft
Braukonzerne EU genehmigt Fusion der Biergiganten mit Auflagen

Durch den Zusammenschluss der beiden führenden Braukonzerne entsteht ein neuer Riese, der weltweit mehr als jedes dritte Bier herstellt. Nun haben die EU-Kartellwächter grünes Licht für die Übernahme gegeben. Doch es gibt Auflagen. Mehr

24.05.2016, 18:55 Uhr | Wirtschaft
Monsanto Übernahme Konjunkturdaten und Bayer verderben Anlegern die Laune

Monsanto steht als Entwickler des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat, wegen gentechnisch veränderter Produkte und aggressiver Geschäftspraktiken seit längerem in der Kritik. Es wäre die bislang größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen: Bayer will für 62 Milliarden US-Dollar den Agrarkonzern Monsanto kaufen. Der neue Bayer-Chef Werner Baumann warb am Montag für den Zusammenschluss. Mehr

23.05.2016, 17:09 Uhr | Wirtschaft
Check-In bei Flugreisen In der Schlange stehen kann teuer werden

Vordrängeln ist manchmal bares Geld wert. Zumindest wenn man am Check-In-Schalter eines Flughafens zu lange in der Schlange steht. Mehr

20.05.2016, 14:08 Uhr | Finanzen

Mahnung aus Fernost

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Alle Teilnehmer des G-7-Gipfels sind gegen den Brexit. Nur Russland und seine antieuropäischen Anhänger befürworten einen Abschied der Briten. Das sollte zu denken geben. Mehr 0


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Umfrage Zwei Drittel der Europäer für Grundeinkommen

Gute Idee oder schlicht Schwachsinn? Immer mehr Menschen diskutieren über ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Schweizer stimmen bald ab. Nun kommt eine überraschende Umfrage heraus. Mehr 76

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden