Home
http://www.faz.net/-gqi-74bpe
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Lufthansa-Tarifkonflikt Flugbegleiter bekommen 4,6 Prozent mehr Gehalt

 ·  Der Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und Gewerkschaft Ufo ist beendet. Das Schlichtungspaket sieht eine Gehaltserhöhung von 4,6 Prozent im nächsten Jahr sowie eine Einmalzahlung vor. Zudem wurde ein Kündigungsverzicht bis Ende 2014 vereinbart.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (0)
© dapd Vergrößern Neben höheren Grundgehältern erhalten die Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 320 Euro

Fluggäste der Lufthansa können aufatmen. Der schwierige Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern ist gelöst. Die Airline und die Gewerkschaft der Kabinenmitarbeiter haben sich auf zum Teil höhere Gehälter geeinigt. Nach den heftigen Flugausfällen zum Ende der Sommerferien wird es keine Streiks in der Vorweihnachtszeit geben.

Im Zuge der Einigung steigen die Gehälter im Jahr 2013 in der Summe um fast 4,6 Prozent. Neben höheren Grundgehältern, die zwischen 6 und 18 Prozent angehoben werden, erhalten alle Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 320 Euro und zusätzlich eine Erfolgsbeteiligung. Den langwierigen Streit schlichtete der ehemalige Wirtschaftsweise Bert Rürup.

„Die Empfehlung ist weit mehr als ein kurzfristiger Kompromiss, sondern eine langfristige und ausgewogene Strukturreform“, sagte Rürup. „Sie macht die Lufthansa dauerhaft wettbewerbsfähig, ist gleichzeitig in hohem Maße sozial ausgewogen und bietet dem fliegenden Personal ein hohes Maß an Zukunftssicherheit.“

Die Gewerkschaft will sich nun noch die Rückendeckung ihrer Mitglieder holen und sie über den Kompromiss abstimmen lassen. Spätestens Mitte Dezember dürfte diese Urabstimmung beendet sein.

Rürup hatte mit seinem Amt keine leichte Aufgabe. Die Tarifpartner haben seit 15 Monaten nach einem gemeinsamen Nenner gesucht. Selbst drei Streiktage mit heftigen Flugausfällen brachte die Kontrahenten nicht näher. Lufthansa beharrte vor allem auf dem eingeschlagenen Sparkonzept.

Damit die Airline auch künftig ausreichend Geld für den Kauf von neuen Flugzeugen und für die Entwicklung neuer Produkte hat, will sie bis zum Jahr 2015 das Betriebsergebnis um rund 1,5 Milliarden Euro verbessern. Dazu sollen alle Sparten des Konzerns beitragen. Lufthansa Passage soll aber den Löwenanteil bringen.

Deutschlands größte Fluggesellschaft leidet wie viele andere Airlines gegenwärtig besonders unter hohen Treibstoffkosten. Der harte Wettbewerb macht es aber unmöglich, diese Belastungen vollständig auf die Ticketpreise umzulegen und so kostendeckend zu fliegen. Als Ausweg rufen viele Fluggesellschaften umfangreiche Sparprogramme aus, die auch Stellenstreichungen beinhalten.

  Weitersagen Kommentieren (8) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Gewerkschaft Verdi will sich Zalando vornehmen

Bei Amazon macht Verdi mit Streiks bereits regelmäßig Druck. Jetzt will sich die Gewerkschaft auch den Online-Modehändler Zalando vorknöpfen. Mehr

17.04.2014, 17:36 Uhr | Wirtschaft
Ryanair, Easyjet & Co. Billigflieger sind teurer geworden

Wer möglichst günstig fliegen will, bucht oft bei Billiganbietern wie Ryanair und Easyjet seinen Flug. Doch die verlangen in diesem Jahr deutlich höhere Preise. Mehr

24.04.2014, 13:57 Uhr | Finanzen
Amerika und der technische Fortschritt Hauptsache, die Zukunft ist weit genug weg

Die Amerikaner, das hat eine neue Studie ergeben, freuen sich auf die technischen Errungenschaften der Zukunft – theoretisch. Künstlich erzeugtes Fleisch und fahrerlose Autos selbst erleben möchten sie aber lieber nicht. Mehr

17.04.2014, 12:48 Uhr | Feuilleton

13.11.2012, 12:05 Uhr

Weitersagen

Gegen die Gleichmacherei im Internet

Von Patrick Welter

In den Vereinigten Staaten könnte es bald bezahlte Überholspuren im Internet geben. Viele sind empört, aber was ist daran schlimm? Mehr 1 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --