22.02.2010 · Nach dem laufenden Streik der Piloten drohen der Lufthansa jetzt auch Arbeitsniederlegungen ihrer Flugbegleiter. Die Lufthansa habe für die anstehende Tarifrunde bisher noch kein Verhandlungsangebot vorgelegt.
Nach dem laufenden Streik der Piloten drohen der Lufthansa jetzt auch Arbeitsniederlegungen ihrer Flugbegleiter. Die Lufthansa habe für die anstehende Tarifrunde bisher noch kein Verhandlungsangebot vorgelegt und weigere sich Gespräche aufzunehmen, erklärte Nicoley Baublies, Sprecher der Tarifkommission Lufthansa Kabine bei der Flugbegleitergewerkschaft Ufo am Montag in Frankfurt am Main. Die Gewerkschaft werden den Konzern deshalb „nötigenfalls durch Warnstreiks an den Verhandlungstisch bewegen“. Sollten Einschnitte bei den Flugbegleitern geplant sein, müsse der Konzern seine Pläne offenlegen.
Ufo fordere für die 16.000 Flugbegleiter der Lufthansa in den anstehenden Tarifverhandlungen eine 40-Stunden-Woche, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und im Urlaub sowie einen Anspruch auf geregelte Pausen, erklärte Baublies. Für Pausen gebe es bisher keine eindeutige Regelung. Die Lohnfortzahlungen bei Urlaub oder Krankheit lägen 25 Prozent unter der regulären Nettovergütung, und für Fortbildungen fielen teils erhebliche Überstunden an. Die Gewerkschaft wolle in den Tarifverhandlungen auf eine prozentuale Lohnerhöhung verzichten.
Der Tarifvertrag zwischen Lufthansa und Ufo läuft am 28. Februar aus. Nach Angaben der Gewerkschaft hatte die Fluggesellschaft nach Kündigung des Vertrags im November bislang keine Gespräche angeboten.
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