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Luftfahrt Lufthansa will noch mehr sparen

 ·  Teures Kerosin und schärferer Wettbewerb mit Billigfliegern und den Konkurrenten vom Persischen Golf setzen die Lufthansa unter Druck. Nach 618 Millionen Euro im vergangenen Jahr will die Lufthansa 2013 etwa 740 Millionen Euro sparen.

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Die Lufthansa will in diesem Jahr mit einem verschärften Sparprogramm den Gewinn steigern. Der operative Gewinn solle 2013 über dem Vorjahresniveau liegen, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Vergangenes Jahr lag diese Kennziffer - wie bereits bekannt - bei 524 Millionen Euro.

Das vor einem Jahr aufgelegte Riesen-Sanierungsprogramm „Score“ gewinnt in diesem Jahr an Fahrt. „2013 wird ein besonders anspruchsvolles Jahr für Unternehmen und Mitarbeiter“, sagte Konzernchef Christoph Franz. Brutto sollten die Sparanstrengungen 2013 etwa 740 Millionen Euro einbringen nach 618 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Franz will das operative Ergebnis bis 2015 auf 2,3 Milliarden Euro steigern.

Aus Sicht des Unternehmens ist der harte Kurs alternativlos. Nur mit mehr Geld in der Kasse könne die Airline die Mehrausgaben für Kerosin kompensieren. Allein 2012 summierte sich die Tankrechnung auf 7,4 Milliarden Euro - in diesem Jahr werden 7,2 Milliarden Euro erwartet. Zudem leidet die Fluglinie unter dem harten Wettbewerb mit Ryanair und anderen Billigfliegern sowie den schnell expandierenden Rivalen vom Persischen Golf wie Emirates.

2012 lebte die Lufthansa überwiegend von den Gewinnen aus dem Wartungs- und IT-Geschäft sowie der Bordverpflegung der LSG Sky Chefs, während die Fluggesellschaften geringe oder im Fall der größten Einheit Lufthansa Passage sogar negative Beiträge lieferten.

Neue Flugzeuge bestellt

Die Airline hält das Geld zusammen, um die Flotte zu erneuern. 108 neue Flugzeuge mit einem Listenpreis von rund neun Milliarden Euro wurden nun bestellt, darunter auch zwei  Airbus  -Riesenflieger vom Typ A380. Zusammen mit den bereits bestellten Maschinen steckt die Lufthansa damit bis 2025 rund 22 Milliarden Euro in die Anschaffung von 236 neuen Flugzeugen.

Um das zu finanzieren, hat der Vorstand des 118.000 Mitarbeiter starken Unternehmens wie bekannt die Dividende für 2012 gestrichen - im Jahr zuvor waren noch 25 Cent je Papier ausgeschüttet worden. Zudem werden weltweit 3500 Stellen abgebaut.

Der Ausblick hat den Lufthansa-Aktien kräftigen Rückenwind gegeben. Mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 16,06 Euro führten die Aktien der größten deutschen Fluggesellschaft am Morgen zeitweise die Dax-Gewinnerliste an. Im Verlauf grenzten die Titel aber ihre Gewinne wieder ein.

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Von Philip Plickert

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