Home
http://www.faz.net/-gqi-74gyj
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Luftfahrt in Staatshand Deutschland steigt bei EADS mit 12 Prozent ein

Wirtschaftsminister Rösler hat der KfW die Vollmacht erteilt, für Deutschland insgesamt 12 Prozent an der EADS zu kaufen. Damit besäße die Bundesrepublik so viele Anteile wie Frankreich.

© dapd Vergrößern Die Fluggesellschaft Emirates ist ein wichtiger Käufer des Riesenfliegers A380 aus dem Hause Airbus.

Deutschland und Frankreich haben sich offenbar auf ein neues Beteiligungsmodell für staatliche Aktionäre beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS geeinigt. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, dass der deutsche und der französische Staat künftig jeweils zwölf Prozent an der Mutter des Flugzeugbauers Airbus halten sollen, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Regierungskreise.

Daneben werde Spanien weiterhin 5,5 Prozent halten. Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) habe inzwischen die Vollmacht für den Erwerb von EADS-Aktien durch die deutsche Staatsbank KfW gegeben.

Die KfW kauft den deutschen Anteil

Ein solches Anteilsmodell würde auf deutscher Seite bedeuten, dass die KfW nicht nur ein Anteilspaket von 7,5 Prozent an EADS von dem Automobilkonzern Daimler übernimmt, sondern auch Anteile in Höhe von 4,5 Prozent von einer vornehmlich deutschen Investorengruppe. Frankreich wiederum müsste seinen Anteil von derzeit 15 Prozent verringern. Außerdem sollen danach Entscheidungen in Sachen EADS künftig „in einem transparenten Verfahren“ getroffen werden.

Mehr zum Thema

Deutschland verhandelt bereits seit längerem mit Daimler über den Ankauf von 7,5 Prozent - der Hälfte des aktuellen Daimler-Pakets an dem Luft- und Raumfahrtkonzern - durch die Staatsbank KfW. Auch der Kauf weiterer Anteile, die derzeit bei der Investorengruppe Dedalus liegen, ist bereits seit längerem ins Auge gefasst worden.

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Selbständigkeit Migranten gründen öfter Betriebe

Nicht nur, dass Migranten oft Betriebe gründen. Wie eine Studie der KfW herausgefunden hat, haben 42 Prozent der Gründer mit Migrationshintergrund Mitarbeiter. Das ist überdurchschnittlich viel. Mehr

22.08.2014, 10:48 Uhr | Wirtschaft
Insolvenz abgewendet Inder retten Radhersteller Mifa

Die Hängepartie ist beendet: Ein indischer Branchengigant rettet die Mitteldeutschen Fahrradwerke. Carsten Maschmeyer & Co. gehen vorerst fast leer aus. Mehr

23.08.2014, 17:04 Uhr | Finanzen
Drohendes Importverbot Moskau lässt die Autokonzerne bangen

Noch brummt das Geschäft der deutschen Autohersteller. Doch in China und Russland kommen sie zusehends unter Druck. Wie gefährlich wird das? Mehr

18.08.2014, 12:13 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 20.11.2012, 08:32 Uhr

Nicht Übel

Von Kerstin Schwenn, Berlin

Zuwanderung ist gut, der Missbrauch des deutschen Sozialstaates ist schlecht. Die Regierung geht zu Recht dagegen vor. Mehr 54 18

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Leiharbeiter-Hochburg Bremen

Der Anteil der Leiharbeiter ist in keinem deutschen Bundesland so groß wie in Bremen. Aber auch dort beträgt er nur etwas mehr als fünf Prozent. Mehr 3