Home
http://www.faz.net/-gqi-74gyj
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Luftfahrt in Staatshand Deutschland steigt bei EADS mit 12 Prozent ein

 ·  Wirtschaftsminister Rösler hat der KfW die Vollmacht erteilt, für Deutschland insgesamt 12 Prozent an der EADS zu kaufen. Damit besäße die Bundesrepublik so viele Anteile wie Frankreich.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 20.11.2012 11:53 Uhr

EADS

ist ein gut aufgestelltes Unternehmen mit interessanten Produkten und vollen Auftragsbüchern auf Jahre hinaus, das auch ohne die Beteiligungen von D und F Problemlos existieren könnte.

Die zusammen 24 % Aktienkapital würden am freien Markt ohne Problem absetzbar sein.

Es geht den beteiligten Regierungen wohl eher darum, Einfluss auf die Ansiedlungspolitik der Firma zu nehmen. Darüber kann man sich streiten, zumal die beiden Hauptstandorte, Toulouse und Hamburg wohl kaum etwas zu fürchten haben. Dazu ist das Angeboit von qualifizierten Fachkräften und der Cluster von Zulieferern viel zu groß.

Etwas mehr Gelassenheit seitens der Politik kann man sich durchaus wünschen, schaden kann eine Minderheitstbeteiligung aber auch nicht und der KfW bringt es Dividende, die sie dann in anderen Projekten verbraten kann.


Empfehlen
Martin Bebel
Martin Bebel (MaBe1968) - 20.11.2012 10:36 Uhr

Der Staat steigt bei einem Unternehmen ein, das alleine niemals überleben könnte.....

das keiner braucht. Das künstlich angekurbelt wird, seit Jahrzehnten.

Luftfahrt. Freiheit. Global Player. Weltweites Trolleyziehen.

Die meisten Menschen wollen einfach ihre Ruhe und zu Hause bleiben.

Aber....

Es soll also viel geflogen werden. Und so wird gemacht, was sein soll. Zu sein hat ! Ob einer fliegen will oder nicht, scheint mittlerweile egal zu sein.

Wahrscheinlich ist dieses Unternehmen auch noch systemisch ?
Bemerkt eigentlich noch irgend einer, dass hier Dinge regelrecht zwangsgefördert werden? Das hat mit Kapitalismus, mit Marktwirtschaft bzw. mit Angebot & Nachfrage schon lange nichts mehr zu tun.

Ist das krank, so krank. Und so hilflos.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 23:10 Uhr
Martin Bebel
Martin Bebel (MaBe1968) - 20.11.2012 23:10 Uhr

Dieses neuzeitlich globale "immer in Bewegung sein" ist ein künstlich erzeugter Trieb.

Ziehen wir doch mal den Stopfen und lassen die Luft heraus, aus diesem werbetechnisch angeheizten Spiel, das auf Kosten von Steuerzahler & Umwelt existiert. Weil es existieren muss.
Streichen Sie alle Subventionen der Luftfahrt, versteuern Sie das Kerosin....und es bleiben max. 5 Millionen angenehme Passagiere ( ex FRA ) übrig.

Empfehlen
Konrad Schemer
Konrad Schemer (JLSorel) - 20.11.2012 12:34 Uhr

Wie belieben?

Ein Unternehmen, das keiner braucht? Fragen Sie mal den Chef der Airline, von der im Artikel ein Foto abgedruckt ist. Ich glaube, der ist da anderer Meinung. Oder Herrn Franz von der LH; der hat die A380 sicherlich nicht auf Druck von Frau Merkel gekauft.

Es wird geflogen, weil geflogen werden soll? Eigentlich wollen alle lieber zuhause bleiben? Die 50+ Mio. Passagiere, die jährlich ex FRA fliegen, werden also alle gegen ihren Willen genötigt, sich in die Maschinen dieses unrentablen Unternehmens bzw. seines vermutlich genauso unrentablen Konkurrenten von jenseits des Antlantiks zu setzen?

Empfehlen
Mathias Goldstein

Deutschlands unprofessionellste Bank macht jetzt in Rüstung und Flugzeugbau

Laut Gesetz ist die KfW dazu da, den Mittelstand zu fördern. Weicht sie davon ab, wird es gruselig (und teuer):

Da werden nach der Lehman-Brothers-Pleite noch mal 350 Mio nach New York überwiesen oder ein fast gleich hohe Summe in Islands Bankenpleite schlichtweg verbrannt. Im Nachgang dieser Aktionen zum Segen des deutschen Mittelstandes erwies sich der Vorstand als überfordert - der Aufsichtsrat besteht überwiegend (schließlich ist die Bank im Besitz des Bundes und der Länder) aus Zubrot bedürftigen Politikern ohne Kompetenz im Finanzsektor.

Diese Laienspieltruppe soll nun 1/8 eines der größten Rüstungskonzerne der Welt besitzen und für etliche Milliarden soll ein Aktienpaket von Daimler (und dieser Konzern hat schon Probleme mit Rüstung und Luftfahrt) in die Hände überfordeter Sparkassendirektoren gehen - abgesichert durch den Steuerzahler.

So der Wirtschaftsminister und -nicht vergessen! - FDP-Vorsitzende in seinem unergründlichen ordnungspolitischen Ratschluß. Geht's noch?

Empfehlen
bernd stegmann

Der Einstieg in die Planwirtschaft bzw. dessen Ausbau. Gelernt ist halt gelernt, von F.Merkel in der

DDR. Genauso wird es enden, denn der Wähler will es wohl so.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 10:38 Uhr
Martin Bebel
Martin Bebel (MaBe1968) - 20.11.2012 10:38 Uhr

Genau

so ist es. Planwirtschaft, um ein deformiertes System in seinen letzten Zügen künstlich zu beatmen.

Empfehlen

20.11.2012, 08:32 Uhr

Weitersagen

Kein Skandal in Griechenland

Von Werner Mussler

Ist Griechenlands Defizit-Statistik frisiert? Das sagt AfD-Chef Bernd Lucke. Aber der angebliche Skandal ist gar keiner. Mehr 14 13


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --