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Luftfahrt Airbus könnte Werke in Nordenham und Varel abstoßen

29.01.2007 ·  Eigentlich will Airbus seinen Sanierungsplan „Power 8“ erst am 20. Februar vorstellen. Doch schon jetzt ist durchgesickert, dass der Konzern mehrere Werke auslagern will, berichtet eine Zeitung. In Deutschland könnten 5000 Beschäftigte betroffen sein.

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Im Rahmen der Sanierung des Flugzeugherstellers Airbus plant das Management einem Zeitungsbericht zufolge die Auslagerung mehrerer Komponentenwerke aus dem Konzern.

In Deutschland könnten davon die Werke in Nordenham und Varel betroffen sein, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise. Insgesamt seien bis zu 5.000 Airbus-Beschäftigte in Deutschland von der Verlagerung betroffen. Derzeit arbeiten über 19.000 Menschen vorwiegend in Norddeutschland für den Flugzeughersteller.

Kosten sollen bis 2010 um jährlich 2 Milliarden sinken

„Es sind noch keine Entscheidungen gefallen“, sagte ein Airbus-Sprecher am Hauptsitz in Toulouse auf Anfrage der Zeitung. Airbus will am 20. Februar sein Sanierungskonzept „Power 8“ vorstellen, mit dem die Kosten ab dem Jahr 2010 um jährlich 2 Milliarden Euro verringert werden sollen.

Airbus-Vize Fabrice Bregier hatte Mitte Januar versichert, dass es im Zuge von „Power 8“ keine Werkschließungen geben werde. Es gehe vielmehr darum, Optionen für die Standorte zu entwickeln. Das Spektrum reiche von der Hereinnahme eines externen Partners bis hin zum vollständigen Verkauf.

Protestaktionen geplant

Die IG Metall plant an den deutschen Standorten für Freitag massive Protestkundgebungen. „Wir sehen die Notwendigkeit der Sanierung“, sagt Horst Niehus, stellvertretender Betriebsratschef von Airbus-Deutschland, dem Blatt. Er befürchte aber, „dass größere Arbeitspakete aus Deutschland abgezogen werden könnten“.

An dem geplanten Aktionstag der IG Metall und des Gesamtbetriebsrats an den deutschen Standorten wird sich auch das Spitzenmanagement des Flugzeugbauers beteiligen. Der deutsche Airbus-Chef Gerhard Puttfarcken werde am kommenden Freitag (2. Februar) zu den Mitarbeitern sprechen, bestätigte ein Airbus-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Wir wollen dem Thema 'Power 8' mit Offenheit begegnen“, sagte der Sprecher. Deshalb habe sich Puttfarcken entschieden, bei der Kundgebung am Osttor des größten deutschen Airbus-Werks zu reden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Dow Jones und dpa
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Von Heike Göbel

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