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Luftfahrt A350 verschafft Airbus Luft

15.03.2007 ·  Wegen Schwierigkeiten beim A380 war der Flugzeugbauer im vergangenen Jahr in eine tiefe Krise gestürzt. Jetzt haben Qatar Airways und die russische Aeroflot insgesamt mehr als hundert Maschinen vom Typ A350 geordert.

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Der angeschlagene Flugzeugbauer Airbus kann auf einen Mega-Auftrag für seinen neuen Langstreckenjet A350 hoffen: Die Nahost-Fluglinie Qatar Airways will 80 Maschinen ordern, wie ihr Chef Akbar Al Baker der britischen Zeitung „Financial Times“ sagte.

Man stehe kurz davor, eine Absichtserklärung abzuschließen. „Der endgültige Vertrag wird Mitte 2007 unterzeichnet“, zitierte das Blatt den Qatar-Airways-Chef.

Bei Airbus wollte man seine Äußerungen nicht kommentieren. Man verhandle mit allen Airlines, aber man könne noch keine Bestellungen seitens Qatar Airways bestätigen, sagte Sprecherin Laetitia Stauff am Donnerstag. Der Zeitung zufolge hätte der Auftrag vom Listenpreis ein Volumen von 16 Milliarden Dollar (12,1 Milliarden Euro).

Video: Airbus-Streit spitzt sich zu

Erste Lieferung 2013

Qatar Airways hatte vor zwei Jahren 60 Maschinen vom Typ A350 bestellt. Allerdings musste Airbus die Entwicklung der neuen Maschine, die erstmals zu einem Großteil aus Verbundmaterial hergestellt wird, komplett überarbeiten.

Der erste A350 soll nun 2013 ausgeliefert werden. Den ersten Festauftrag erhielt der Flugzeugbauer erst vor einer Woche, als die Fluggesellschaft Finnair einen Kaufvertrag für elf Maschinen unterzeichnete. Der ausstehende Megaauftrag aus Katar wäre ein wichtiger Vertrauensbeweis für Airbus.

Aeroflot will auch den A350 haben

Auch die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot will offenbar ebenfalls 22 Flugzeuge vom Typ A350 kaufen. Zudem wollen die Russen 10 bis 15 Maschinen vom Typ A330 bestellen.

Der Kaufvertrag werde „in den kommenden Wochen“ unterzeichnet, sagte Aeroflot-Chef Waleri Okulow am Donnerstag in Moskau. Über den Kaufpreis machte Okulow keine Angaben.

Die ersten A330 würden im vierten Quartal 2008 in Russland erwartet. Die Verhandlungen mit Airbus-Konkurrent Boeing über den Bau von Langstrecken-Maschinen des Typs Boeing-787 „Dreamliner“ für Russland seien zuletzt festgefahren gewesen, zitierte die Agentur Itar-Tass den Chef des staatlich kontrollierten Unternehmens.

Russland sucht engere Zusammenarbeit

Beobachter hatten seit längerem mit dem Zuschlag für Airbus gerechnet, da Russland eine engere Zusammenarbeit mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS zur Modernisierung seiner maroden Flugzeugindustrie anstrebt.

Der russische Staat hält über seine Außenhandelsbank VTB einen fünfprozentigen EADS-Anteil. Moskau wünscht ein noch stärkeres Engagement bei EADS, was in Deutschland und Frankreich aber mit Skepsis aufgenommen wird.

Wegen der Verzögerungen beim A380 ist das Unternehmen in eine Krise gestürzt und hat im vergangenen Jahr 572 Millionen Euro Verlust gemacht.

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Von Heike Göbel

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