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Luft- und Raumfahrt EADS-Rettung aus Dubai unwahrscheinlich

09.11.2006 ·  Der angeschlagene EADS-Konzern hat vielleicht einen neuen Investor aus den Emiraten gefunden: Manager der Investmentgruppe Dubai International Capital treffen sich am Samstag mit EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring, heißt es.

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Die Investmentgruppe Dubai International Capital hat Berichte dementiert, nach denen sie einen Einstieg bei dem angeschlagenen EADS-Konzern erwäge. Manager der Investmentgruppe Dubai International Capital würden sich am Samstag mit EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring treffen, hatte der Wirtschaftsnachrichtendienst Dow Jones am Donnerstag gemeldet. Die Aktie des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns reagierte positiv und legte in Paris zwischenzeitlich um bis zu 4,7 Prozent auf 22,33 Euro zu.

„Dubai International Capital hat nicht die Absicht, EADS-Aktien zu kaufen“, teilte das Unternehmen aus dem Golfemirat am Donnerstag mit. Bereits am Vortag, als das Gerücht über den Einstieg eines Investors aus Nahost aufkam, stieg die Aktie um 3,2 Prozent. EADS wollte den Bericht zunächst weder bestätigen noch dementieren. „Wir begrüßen alle Aktionäre, die in unsere Wertpapiere investieren und zur Internationalisierung des Streubesitzes beitragen“, sagte Konzernsprecher Michael Hauger.

Einstieg wird geprüft

Die Aktienkurse sind im Keller, Airbus ist ein Problem. Und wo ein Problem ist, gibt es normalerweise eine Gelegenheit“, sagte der Chef des staatlichen Fonds Dubai International Capital, Sameer Al-Ansari, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Daher werde ein Einstieg geprüft. An einem Treffen bezüglich möglicher Übernahmeziele des Fonds am Samstag in Dubai solle auch der Finanzvorstand von EADS, Hans Peter Ring, teilnehmen, sagte Ansari. Ring sei erst in letzter Minute noch auf die Liste der Teilnehmer hinzugekommen.

Auf die Frage, ob es bereits Verhandlungen mit EADS gegeben habe, erklärte Ansari: „Diese Gespräche beginnen, wenn er hier ist.“ Ansari sagte, ein Einstieg könne dem bei Daimler-Chrysler Anfang des Jahres ähneln. Damals hatte der Fonds rund zwei Prozent des Kapitals an dem Autobauer erworben und war damit zum drittgrößten Aktionär aufgestiegen. Ansari schloß nicht aus, den Anteil unter bestimmten Umständen zu reduzieren. Dies geschehe „zur rechten Zeit zum richtigen Preis“.

195 Millionen Euro Verlust

Seit Jahresbeginn ist der Kurs des Airbus-Mutterkonzerns wegen Managementproblemen und Lieferverzögerungen beim A380 um ein Drittel eingebrochen. Am Mittwoch gab EADS einen Verlust im dritten Quartal von unterm Strich 195 Millionen Euro an.

Kontrolliert wird das Unternehmen gemäß eines Aktionärspaktes von den industriellen Hauptaktionären Daimler-Chrysler (22,5 Prozent) und der Lagardere-Gruppe (7,5 Prozent). Der französische Staat ist mit weiteren 15 Prozent beteiligt. Auch in der Bundesregierung denkt man über einen vorübergehenden Einstieg nach, da DaimlerChrysler seinen Anteil reduzieren will.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters und AP
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Von Heike Göbel

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