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Luft- und Raumfahrt EADS-Gewinn im Sinkflug

17.01.2007 ·  Die Pannen rund um den A380 werden wohl auf den EADS-Gewinn drücken: Der Luft- und Raumfahrtkonzern erwartet für das Jahr 2006 wegen voraussichtlich roter Airbus-Zahlen eine Belastung des operativen Ergebnisses.

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Die Lieferverzögerungen beim Großraumflugzeug A380 haben den europäischen Flugzeughersteller Airbus 2006 voraussichtlich in die roten Zahlen gedrückt. Dies werde auch den operativen Gewinn der Muttergesellschaft EADS belasten, teilte diese am Mittwoch mit.

Einmalkosten wie etwa Ausgleichszahlungen an Kunden, die ursprünglich für 2007 oder später erwartet wurden, dürften nun voraussichtlich bereits 2006 anfallen, teilte EADS mit. Weitere Einmalaufwendungen entstehen den Angaben zufolge durch den Restrukturierungsplan „Power 8“. Detaillierte Zahlen nannte der Konzern nicht.

A380 könnte noch weitere Zusatzkosten verursachen

Bereits im dritten Quartal hatten die A380-Probleme und die daraus entstehenden finanziellen Bürden EADS in die Verlustzone gedrückt. Für 2006 rechnet EADS jedoch damit, dass die anderen Konzernbereiche den erwarteten negativen Beitrag der einstigen Ertragsperle Airbus in etwa ausgleichen könnten. Allerdings räumte der Konzern ein, dass noch weitere, bislang nicht erwartete Kosten durch den A380 anfallen könnten.

Mit dem Sparprogramm „Power8“ sowie strukturellen Veränderungen will EADS die Tochter Airbus aus der Krise holen. „Power8“ soll bis 2010 insgesamt rund fünf Milliarden Euro und ab 2010 jährlich zwei Milliarden Euro einsparen. Zudem nahm EADS die Tochter stärker an die Kandare. Der französische Co-Chef von EADS, Louis Gallois, ist zugleich Airbus-Chef und EADS-Finanzchef Hans Peter Ring hat diesen Posten auch bei Airbus inne.

Airbus will am Vormittag in Paris seine Bilanz der Auslieferungen und Bestellungen für 2006 präsentieren. Es wird erwartet, dass Airbus erstmals seit 2000 bei den Bestellungen wieder hinter den Erzrivalen Boeing zurückgefallen ist. Bei den Auslieferungen haben die Europäer aber noch die Nase vor den Amerikanern.

Quelle: FAZ.NET mit Material von DPA und Reuters
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