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Luft- und Raumfahrt Airbus löst Kabelprobleme beim A380

20.01.2007 ·  Die Kabelprobleme beim Airbus A380 haben nicht nur massive Lieferprobleme nach sich gezogen. Sie führten zu einer Krise des gesamten Konzerns und ließen Airbus in die roten Zahlen rutschen. Jetzt sollen die technischen Schwierigkeiten endlich behoben sein.

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Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat die massiven Probleme mit der Verkabelung beim Großraumjet A380 gelöst. Das erste Serienflugzeug wurde im Werk in Hamburg-Finkenwerder fertig verkabelt und wird nun im Innenbereich verkleidet und ausgestattet, wie Airbus-Sprecher Tore Prang am Samstag in Hamburg sagte.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein im langjährigen Aufholprogramm des A380“, sagte Prang. Wegen der Schwierigkeiten mit der Verkabelung hatte Airbus die Auslieferung der Maschinen verschieben müssen, was zu einer Krise des Konzerns geführt hatte. In der Folge stürzte Airbus 2006 in die roten Zahlen.

Erste Auslieferung im Oktober

Der erste A380 könne nun im Oktober an Singapore Airlines ausgeliefert werden, sagte Prang. Dies habe Konzernchef Louis Gallois am Mittwoch in Paris mitgeteilt. Laut einem Vorabbericht der Zeitschrift „Focus“ wurde der Großraumjet in Sonderschichten mit einer völlig überarbeiteten Elektronik ausgestattet. Alle Komponenten erwiesen sich demnach in Tests als funktionstüchtig.

Das sei eine sehr analytische Arbeit gewesen, die die hervorragend gelöst wurde, sagte Prang der Nachrichtenagentur AP. „Die Erfahrungen, die wir hier gewonnen haben, gilt es nun auf andere Flugzeuge zu übertragen“, sagte der Airbus-Sprecher.

Daimler-Aktienpaket: Konsortium steht

Laut zunächst unbestätigten Angaben des „Focus“ steht inzwischen die Zusammensetzung des Konsortiums fest, das ein EADS-Aktienpaket von Daimler-Chrysler übernehmen will, um den deutschen Einfluss zu sichern. Die 7,5-Prozent-Beteiligung an EADS kostet demnach etwa 1,5 Milliarden Euro. 60 Prozent des Aktienpakets übernehmen sechs Privatbanken, darunter die Deutsche Bank, die Commerzbank und Goldman Sachs. Der Bund sowie fünf Bundesländer beteiligen sich mit 40 Prozent. Für die Bundesregierung steigt die KfW-Bank mit 13 Prozent ein. Hamburg übernehme zehn Prozent, Baden-Württemberg, Bayern sowie Niedersachsen je fünf Prozent und Bremen zwei Prozent, hieß es.

Der Vertrag zwischen dem Konsortium und Daimler-Chrysler solle noch im Januar unterschrieben werden, berichtet das Magazin. Von dem Einstieg erhoffen sich Politiker und Arbeitnehmervertreter mehr Einfluss auf konzerninterne Entscheidungen sowie ein Gegengewicht zur französischen Staatsbeteiligung. Konzernbetriebsratschef Rüdiger Lütjen sagte dem Blatt: „Es gibt schon jetzt ein Übergewicht der Franzosen.“ So seien etwa deutsche Manager in der Airbus-Spitze kaum noch vertreten. „Dabei sind wir im Wettbewerb um die produktivsten Standorte genauso gut wie die Franzosen, oder sogar besser.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP und dpa
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