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Lexus GX 460 Toyota stoppt Verkauf von Geländewagen

15.04.2010 ·  Der Automobilhersteller Toyota hat einen Verkaufsstopp seines Geländewagens Lexus GX 460 verhängt. Nach Amerika sind nun auch Russland und der Nahe Osten betroffen. Ein Verbrauchermagazin hatte beim Lexus Sicherheitsmängel kritisiert und in einem seltenen Schritt vom Kauf abgeraten.

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Der japanische Autohersteller Toyota stoppt den Verkauf seines ins Gerede gekommenen Geländewagens Lexus GX 460 nicht nur in Nordamerika, sondern auch in anderen Teilen der Welt. Ein einflussreiches Magazin in den Vereinigten Staaten hatte zuvor gewarnt, der Wagen könne in Extremsituationen umkippen. Wie eine Sprecherin des Autoherstellers in Tokio am Donnerstag mitteilte, nimmt Toyota jetzt nicht nur Fahrtests an diesem Modell, sondern an allen Geländewagen (SUV) vor. Deutschland ist von dem Verkaufsstopp nicht betroffen, da der Geländewagen hier nicht angeboten wird.

Die Vierradantrieb-Versionen anderer Modelle wie Land Cruiser, Land Cruiser Prado und Rav4 würden überprüft, deren Verkauf werde aber nicht ausgesetzt, sagte die Sprecherin.

Der Verkaufsstopp gelte nur für den Lexus GX 460. Betroffen sei vor allem Nordamerika und in geringen Stückzahlen auch Russland und der Nahe Osten. Toyota hat zwar nach eigenen Angaben bislang keine Probleme bei dem Geländewagen festgestellt, sich aber dennoch entschieden, zur Sicherheit der Fahrer umgehend zu handeln. Japanischen Medienberichten zufolge dürfte Toyota das elektronische Kontrollsystem, das verantwortlich für die Stabilisierung des Geländewagens ist, beim Fahren genauer unter die Lupe nehmen.

Keine Unfälle, keine Beschwerden

Bei einem routinemäßigen Fahrtest des „Consumer Reports“ - einer Art Stiftung Warentest in Amerika - brach das Heck des Wagens aus. Erst im letzten Moment habe das elektronische Stabilitätsprogramm eingegriffen und den Wagen wieder beherrschbar gemacht. Zu Unfällen ist es nach Angaben von Toyota bislang aber nicht gekommen, auch die Behörde für Verkehrssicherheit hat keinerlei Beschwerden vorliegen. Betroffen ist das Modell 2010. Der Autokonzern hat in diesem Jahr knapp 4800 der großen Nobelautos in den Vereinigten Staaten verkauft.

Vor den Tests war der Lexus GX 460 vollkommen unauffällig. Der Wagen habe alle Sicherheitsanforderungen erfüllt, hatte Toyota wissen lassen. Die Stückzahlen sind vergleichsweise klein: Nach den Angaben von Toyota sind von dem Modell in den Vereinigten Staaten bisher 5400 Stück verkauft worden, in Russland 140. Der GX 460 des von dem Text betroffenen Modelljahrgangs 2010 ist auch erst seit einigen Monaten auf dem Markt. Besorgten Kunden stellt der Konzern auf Wunsch einen Leihwagen. Der Testbericht weckt Erinnerungen an den legendären Elchtest der A-Klasse von Mercedes-Benz.

Der Hersteller steht unter enormem Druck wegen seiner Pannenserie. Klemmende Gaspedale, rutschende Fußmatten und kurzzeitig aussetzende Bremsen sollen alleine in den Vereinigten Saaten 52 Menschen das Leben gekostet haben. Weltweit ruft Toyota 8,5 Millionen Wagen zurück.

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