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Kult-Gitarrenbauer in Not : Gibson meldet Insolvenz an

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Qualität aus Nashville: Gibson ist mit seinen Kultgitarren zu Ruhm gelangt. Bild: Reuters

Mit ihren Kultgitarren wurde die amerikanische Traditionsfirma weltberühmt. Nun meldet Gibson Insolvenz an – und präsentiert zugleich einen Rettungsplan.

          Der legendäre amerikanische Gitarrenbauer Gibson hat Insolvenz angemeldet. Zugleich präsentierte die Traditionsfirma am Dienstag jedoch eine Vereinbarung mit mehr als zwei Drittel ihrer Gläubiger über eine Umstrukturierung, die Gibson wieder auf die Füße helfen soll, wie Unternehmenschef Henry Juszkiewicz mitteilte. Die Firma beantragte vorläufigen Gläubigerschutz, um sich sanieren zu können.

          Im Rahmen der Vereinbarung mit den Geldgebern soll Gibson nach Angaben von Juszkiewicz einen neuen Kredit in Höhe von 135 Millionen Dollar erhalten. Die durch ihre Kultgitarren weltberühmte Firma war im Zuge ihrer Ausbreitung in andere Branchen in finanzielle Nöte geraten. Vor vier Jahren hatte Gibson die auf Kopfhörer und Lautsprecher spezialisierte Sparte des niederländischen Konzerns Philips für 135 Millionen Dollar gekauft.

          Zurück zum Geschäft mit Instrumenten

          Zum kommenden 1. August sollten nun Finanzanleihen des Unternehmens in Höhe von 375 Millionen Dollar fällig werden. Die Vereinbarung mit den Gläubigern soll bei einer Refinanzierung helfen. Im Zuge der Umstrukturierung soll sich Gibson wieder auf das Geschäft mit Musikinstrumenten sowie Audiosystemem für Profis konzentrieren.

          In besten Händen: Weltberühmte Gitarristen wie Keith Richards wählten Instrumente von Gibson.

          Das 116 Jahre alte Unternehmen mit Sitz in der Countrymusik-Kapitale Nashville ist vor allem durch seine elektrischen Gitarren zu Ruhm gelangt, darunter die ikonische Les Paul. Viele der berühmtesten Gitarristen der Rockgeschichte - darunter Jimmy Page, Keith Richards, Carlos Santana und Slash - haben Instrumente von Gibson gewählt.

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