Home
http://www.faz.net/-gqi-771et
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Lebensmittel-Skandal Nestlé entdeckt Pferde-DNA in Produkten

Der Pferdefleisch-Skandal erreicht den größten Lebensmittelkonzern. Nestlé nimmt zwei Gerichte in Italien und Spanien aus dem Verkauf. Die Produkte wurden aus Rindfleisch eines deutschen Zulieferers produziert.

© dpa Vergrößern Nun ist auch Nestle vom Pferdefleisch-Skandal betroffen

Der Pferdefleisch-Skandal hat Nestlé erreicht. Der weltgrößte Lebensmittelkonzern nahm nach eigenen Angaben zwei gekühlte Teigwarengerichte in Italien und Spanien aus dem Verkauf. Bei Tests des Unternehmens seien Spuren von Pferde-DNA nachgewiesen worden, teilte Nestlé mit. Betroffen seien zwei Produkte, die aus Rindfleisch eines deutschen Zulieferers produziert worden seien.

In Deutschland würden diese Gerichte nicht vertrieben. Auch bestehe kein Sicherheitsrisiko. „Der heutige Rückruf einiger fleischhaltiger Produkte von Nestlé in mehreren europäischen Ländern hat keine Auswirkungen auf den deutschen Markt“, erklärte der Konzern, der außerdem ankündigte, auch ein in Frankreich produziertes tiefgekühltes Fleischprodukt für das Gastgewerbe aus dem Handel zu nehmen.

Mehr zum Thema

Die Funde hätten über dem Schwellenwert von einem Prozent gelegen, teilte Nestlé mit. Dieser Wert gelte für die britische Lebensmittelaufsichtsbehörde als Hinweis auf wahrscheinlichen Betrug oder grobe Fahrlässigkeit. „Wir haben die deutschen Behörden entsprechend informiert.“ Nestlé erklärte, sämtliche Lieferungen von Fertiggerichten gestoppt zu haben, die Rindfleisch enthalten hätten, das von dem betroffenen deutschen Zulieferer bezogen worden sei.

Das volle Ausmaß des Skandals um Fertigprodukte, die entgegen den Verpackungsangaben Pferdefleisch enthielten, ist bislang nicht klar. Die Untersuchungen sind umfangreich, da an der Produktion viele Unternehmen beteiligt sind und diese in mehreren EU-Ländern ihren Sitz haben. Bis zum fertigen Produkt haben die Waren oft mehrere Ländergrenzen passiert.

Konsumenten sollen sich nach dem Willen von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner künftig auf einer zentralen Internet-Seite über zurückgerufene Lebensmittel informieren können. Artikel.Text Video starten $fazgets_pct
© reuters, Reuters Vergrößern Minsterin Aigner präsentiert „Nationalen Aktionsplan“ für Fleischkontrollen

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
China Ketchup-Hersteller Heinz ruft Babybrei zurück

Chinesische Eltern kaufen für ihre Kinder oft lieber ausländische Nahrungsmittel, weil sie fürchten, dass heimische belastet sind. Nun soll jedoch Brei der Firma Heinz zu viel Blei enthalten. Mehr

19.08.2014, 14:37 Uhr | Wirtschaft
Autoindustrie „In China droht quasi eine Enteignung“

Erst die Hersteller, nun die Zulieferer: China macht Druck auf die deutsche Autoindustrie. Das Land will genauso innovativ werden wie seine Wettbewerber. Ein Firmenchef findet drastische Worte. Mehr

25.08.2014, 16:09 Uhr | Wirtschaft
Nach Audi & Co. China bestraft nun japanische Autofirmen

Peking nimmt ausländische Autofirmen ins Visier: Nach den deutschen Herstellern Audi, Mercedes und BMW sind jetzt die Japaner dran. Mehr

20.08.2014, 13:08 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 19.02.2013, 04:33 Uhr

Fast wie im Roman

Von Carsten Knop

Smartphones werden zur digitalen Wunderwaffe. Dass wir ihnen viele Daten anvertrauen, macht uns ein mulmiges Gefühl. Aber die Bequemlichkeit siegt. Mehr 2 8

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Viel Geld für Werbung im Internet

Unternehmen investieren stark in Onlinewerbung – so auch Germanwings. Nur der Autobauer Volkswagen und die Auktionsplattform Ebay geben hierzulande mehr dafür aus. Mehr